Mineralien statt Prozente

Teilnehmer der HAZ-Laufgruppe am Maschsee. Foto: Ulrich zur Nieden

Diese Geburtstagsfeier fiel aus dem Rahmen. Nicht allein, weil am Westufer des Maschsees ein Getränkestand aufgebaut worden war, wo Flüssiges mit mineralischem Gehalt statt mit Alkohol zu haben war, was bei so manchem Spaziergänger für große Augen sorgte. Die Gratulanten kamen in Sportklamotten und nicht im feinen Zwirn, und auch das war kein Zufall.

Wenn ein Lauftrainer seinen Ehrentag hat und ausgerechnet zur Feier des Tages ein paar gemeinsame Runden um Hannovers Haussee anstehen, gehört sich das so. Markus Pingpank, der jetzt 47 Jahre alt wurde, hatte eingeladen – und an die 100 Läufer kamen. Darunter waren die Mitglieder der großen HAZ-Gruppe, die sich seit November 2010 unter Anleitung des Barsinghäusers auf den Hannover-Marathon vorbereiten.

24 Kilometer als Trainingslauf um den Maschsee: Wer das gut hinbekommen will, der muss auch regelmäßig für Flüssigkeitsnachschub sorgen. Pingpanks Idee mit dem Getränkestand fand deshalb Anklang: endlich mal zwei Stunden und länger laufen, ohne Flaschen in der Hüftgegend mitschleppen zu müssen, was erwiesenermaßen auch bei einer Hightech-Ausrüstung eine leidige Angelegenheit sein kann.

Wer vorigen Sonnabend in Höhe des Ohedamms alle sechs Kilometer „becherte“, der konnte auf diese Weise auch schon mal für den 8. Mai üben, wenn es auf die große Runde durch Hannover geht. Laufen und dabei auch noch trinken, ohne sich die Flüssigkeit über die Jacke oder das Shirt zu gießen, auch das will gelernt sein. Selbst so mancher alte Hase hat damit immer noch so seine Schwierigkeiten: Schwups – und der halbe Becherinhalt ist verschüttet. Dabei lassen sich Laufhemden doch auch anders einfärben.

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Über Norbert Fettback

Norbert Fettback hat als Sportredakteur der HAZ die Fußballer von Hannover 96 rund 25 Jahre lang durch dick und dünn begleitet. Erst mit 50 entdeckte er für sich selbst das Laufen - auch um mehr als 40 überflüssige Pfunde loszuwerden. Nach der Premiere in New York (2005) absolvierte er Marathons unter anderem in Berlin, Chicago, Wien und Boston. Aufgrund diverser Verletzungen hat er sich bei der Wahl der Streckenlänge inzwischen mit dem Motto angefreundet: je kürzer desto besser.

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