Laufpass: Punktesammeln im Regen

Ab in den Regen: Startschuss zum Isernhagener Volkslauf. Foto: Kinsey

Ab in den Regen: Startschuss zum Isernhagener Volkslauf. Foto: Kinsey

Man muss nicht immer den kürzesten Weg nehmen, um sich trotzdem den Sieg zu holen – und das in einer klasse Zeit. Demonstriert hat das Steffen Lang vom TSV Kirchdorf beim 16. Isernhagener Volkslauf. In 32:49 Minuten war er mit Abstand der Schnellste auf der Zehn-Kilometer-Strecke, dabei musste er einmal kurz kehrt machen, weil es ein Ordner versäumt hatte, dem einsamen Läufer an der Spitze den richtigen Weg zu weisen. Lang, der 50 Sekunden vor dem Zweiten – Christian Wiese, dem Führenden im „Laufpass“-Ranking – im Ziel war, trug’s mit Fassung und einem Schuss Humor: „War ja nicht weiter schlimm.“

So etwas kann bei einem derartigen Mistwetter eben schon mal passieren. „Solche Verhältnisse hatten wir noch gar nicht“, sagte Andreas Liedtke vom Veranstalter, dem TSV Isernhagen. Als am späten Vormittag der Startschuss ertönte, hatte es schon fast einen Tag lang wie aus Kübeln geschüttet. Der Zielbereich vor dem Vereinsheim war infolgedessen eigentlich nur mit Gummistiefeln zu passieren, auch die Strecke durch die Feldmark war von Pfützen übersät, hier und da mussten kleine Sturzbäche überwunden werden. Immerhin 378 große und kleine Sportler ließen sich davon nicht beeindrucken, elf von ihnen hatten sogar noch kurzfristig nachgemeldet.

In den Ergebnislisten fanden sich einige bekannte Namen. Bei den Frauen trotzte über zehn Kilometer mit Gwendolyn Mewes (Hannover 96) die Favoritin den außergewöhnlichen Bedingungen am besten und siegte in 39:29 Minuten mit 20 Sekunden Vorsprung auf Sabrina Geermann vom Garbsener SC. Gute Leistungen und die verdiente Ehrung dafür gab es auch auf der Fünf-Kilometer-Distanz durch Saskia Müller (SG Misburg, 21:05) und Timo Kuhlmann (Hannover 96, 15:32). Eigentlich hatten sich an diesem Tag alle 378 Starter einen Preis verdient.

Frauen-Ranking

Platz Name Vorname Verein Punkte Läufe
1. Mewes Gwendolyn Dets RaceTeam 236 10
2. Lyda Hannelore Dets RaceTeam 145 8
3. Geermann Sabrina Dets RaceTeam 127 6
4. Bartels Alexandra TSV Burgdorf 97 7
5. Schlachte Roswita Dets RaceTeam 88 8
6. Meier Sabine TuS Bothfeld 77 5
Rothan Michaela Vfl Woltorf 77 7
8. Marx Beate Physio Spa 73 5
9. Asche Angelika TSV KIRCHDORF 70 5
10. Kaderhandt Lena Hannover 96 54 3
11. Krause Mandy Post SV Lehrte 53 4
12. Thielking Meike TSV Neustadt 49 5
13. Friedrich Katrin Hannover 96 45 2
14. Hamann Simone 33 2
15. Eckert Nadine TuS Wunstorf 29 2
Schroeder Annett Hannover 96 29 2
17. Jaksic Iris Hannover 96 27 2
18. Artmann Gabriele Post SV Holzminden 25 1
Stumpf Kerstin Lauftreff-Hannover.de 25 2
20. Welling Catrin TriAs Hildesheim 22 1
Schoeneberg Kerstin DJK Sparta Langenhagen 22 2

Männer-Ranking

Platz Name Vorname Verein Punkte Läufe
1. Wiese Christian Kurt-Schwitters-Gym Misburg 158 8
2. Kleinholz-Mewes Jörg Dets RaceTeam 112 8
3. Dörrie Robin Dets RaceTeam 88 5
4. Jäger René Dets RaceTeam 82 5
5. Merten Timo Dets RaceTeam 81 5
6. Westphal Arne Dets RaceTeam 59 4
7. Krämer Christian 58 4
8. Baran Christoph SC Polonia Hannover 54 3
9. Von Amsberg Patrick TuS Altwarmbüchen 49 4
10. Hoppe Niclas 48 3
11. Kuhlmann Timo Hannove 96 Blade Runner 45 3
12. Leunig Stefan Eintracht Hildesheim 44 2
13. Lang Steffen TSV Kirchdorf 42 2
14. Rakhmatulin Marat 40 4
15. Wüsteney Björn Ute Mückel Triathlon Team 37 3
Splett Tristan DJK Sparta Langenhagen 37 4
17. Röhner Peer Dets RaceTeam 35 2
18. Riechers Nicolai TUS Germania Apelern 34 3
19. Schwarzbach Dirk Dets RaceTeam 32 2
Schneider Roman Hannover 32 4

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10. HAZ-Ranking 26.05.13

10. HAZ-Gesamtranking 26.05.13

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Über Norbert Fettback

Norbert Fettback hat als Sportredakteur der HAZ die Fußballer von Hannover 96 rund 25 Jahre lang durch dick und dünn begleitet. Erst mit 50 entdeckte er für sich selbst das Laufen – auch um mehr als 40 überflüssige Pfunde loszuwerden. Nach der Premiere in New York (2005) absolvierte er Marathons unter anderem in Berlin, Chicago, Wien und Boston. Aufgrund diverser Verletzungen hat er sich bei der Wahl der Streckenlänge inzwischen mit dem Motto angefreundet: je kürzer desto besser.

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