Archiv für den Monat: Juli 2013

Ein Hannoveraner entdeckt die Berge

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Da hat jemand eine neue Herausforderung gesucht und gefunden – und die Art und Weise ist bemerkenswert. Ebenso die Offenheit, mit der Christof Jankowski darüber spricht, warum er sich jetzt dem Berglauf zugewendet hat. „Ich war ausgelaugt und hatte keinen Bock mehr auf Trainingspläne und die ewigen Runden auf der Bahn“, sagt der 33-Jährige, der sich in den vergangenen Jahren auch über die Region hinaus einen Namen über 10 000 Meter (Bestzeit: 32:45 Minuten) und im Halbmarathon (1:12:22 Stunden) gemacht hatte. Jetzt ist er zum ersten Mal einen Marathon gelaufen. Nicht irgendeinen, sondern den in Bad Pyrmont, wo es die Berge im steten Wechsel hoch und runter geht, meist auf unbefestigten Wegen. Landschaftslauf sagt man dazu, und Jankowski scheint das neue Metier mit viel Natur und manch schönem Ausblick bestens zu gefallen. „Das macht jede Menge Spaß“, sagt er lapidar.

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Berg-Erfahrungen

Steffen Lang macht sich auf den Weg zum Gipfel der Zugspitze. Foto: Frank Richter

Steffen Lang macht sich auf den Weg zum Gipfel der Zugspitze.
Foto: Frank Richter

Nun sind ja Berge nicht nur dazu da, um im Winter auf Skiern in wilder Fahrt die Piste hinab ins Tal zu rasen oder im Sommer eher gemächlich über Stock und Stein luftige Höhen zu erklimmen. Immer mehr Läufer entdecken die Reize und die Herausforderungen, die Gipfelstarts zur Folge haben. Geradezu inflationär mutet die Zahl solcher Veranstaltungen vor allem in der Alpenregion an, und trotzdem kommen die Sportler in Scharen. Beim 13. Zugspitz-Extremberglauf machten sich jetzt 967 Läufer und Nordic Walker auf den Weg hinauf zu Deutschlands höchster Erhebung – Teilnehmerrekord. Weit mehr als 1000 waren es, die sich beim 12. Zermatt-Marathon in der Schweiz versuchten und es dabei auf der klassischen Distanz auf summa summarum 2340 Höhenmeter brachten. Bei den 3. Salomon-4-Trails, die in Garmisch-Partenkirchen ihren Anfang hatten und an vier Tagen über insgesamt 150 Kilometer bei 10 000 Höhenmetern (die Abstiege nicht eingerechnet) durch Tirol bis ins schweizerische Samnaun führten, quälten sich 550 Hartgesottene ins Ziel. Da werden auch Langstreckler blass, die sonst nur wenig Konkurrenz zu fürchten haben. Weiterlesen

Die dritte Dimension

Es ist wieder Triathlonzeit: Wie hier beim Wettkampf in Limmer. Foto: Florian Petrow

 Der Sommer bringt es mit sich, dass ich diese Frage mal wieder häufiger zu hören bekommen. Die Badesaison hat ihren Höhepunkt, auf den Ausfallstraßen der Stadt machen Radrennfahrer den Autos den Platz streitig – da muss ich auf das nächste Attentat gefasst sein. „Wann macht du denn nun deinen ersten Triathlon?“, hat mich meine Tochter dieser Tage wieder mal gefragt. Dabei weiß sie nur zu gut, dass das in meinem Fall ein heikles Thema ist. Laufen: Kein Problem für mich, zumal die alte Form nach diversen Zipperlein derzeit zurückkehrt. Radfahren: Kriege ich auch hin; der gute alte Renner, den ich Kumpel Olaf voriges Jahr abgekauft habe, steht eh viel zu häufig ungenutzt im Keller. Schwimmen: Vergiss es!

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HSC Hannover richtet neuen Volkslauf aus

Der Juli ist seit jeher der Monat, in dem Läufer es ein wenig ruhiger angehen lassen dürfen. Im Wettkampfkalender herrscht weitgehend Leere (wenn es einen nicht auf die Tartanbahn zieht) und so nutzen viele Läufer die vier Wochen, um einen Gang zurück zu schalten und Körner für die zweite Saisonhälfte zu sammeln. Die beginnt in der Region Hannover ziemlich spät: Der “Laufpass” meldet sich sogar erst Ende August mit dem 10. Eilenriedenrennen zurück. Wer schon früher die Wettkampfschuhe schnüren will, der hat bereits vier Wochen früher die Möglichkeit dazu: Am 4. August findet ein neuer Volkslauf Eingang in den hannöverschen Wettkampfkalender.

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„Laufpass“: Hilfe nicht nur am Streckenrand

Mitunter wundert man sich, jedenfalls auf den ersten Blick. Beim 11. Eilenriede-Straßenlauf ist René Menzel vom TSV Kirchdorf nach 41:43 Minuten ins Ziel gekommen. Für einen Freizeitläufer wäre das schon ein herausragendes Resultat, aber für Menzel? Der junge Mann gehört zu den schnellsten Langstrecklern nicht nur in Niedersachsen, auch national ist er in der „U 23“-Altersklasse spitze. Und verletzt war der Egestorfer offensichtlich auch nicht, als er jetzt beim SV Eintracht Hannover an den Start ging. Aufklärung bringt ein Blick in die Ergebnisliste: Dort ist auch seine Mutter Anja zu entdecken, mit genau derselben Zeit. Und mit einem Platz ganz weit vorn bei den über 45-jährigen Sportlerinnen.

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