Schnapsleichenzählen!

Bei Nicht-Läufern hält sich seit jeher das Gerücht, Laufen sei eine eher stupide Angelegenheit, da Läufer nur ein Bein vor das andere setzten, in regelmäßigen Abständen atmen und mit den Armen rythmisch, aber nicht allzu heftig hin- und herschwingen müssten. Sie haben alle keine Ahnung! Laufen ist nicht nur körperlich anstregend, sondern auch mental. Und manchmal sind sogar  mathematische Fähigkeiten gefragt. Zu beobachten an diesen Tagen am Maschsee.

Dort ist am Mittwoch wieder das Maschseefest gestartet. Traditionell machen Läufer während der großen Sause einen Bogen um die Seerunde. Wer sich dennoch drauf wagt, kann in den Morgenstunden mitunter seine Rechenfähigkeiten unter Beweis stellen: beim Zählen der Schnapsleichen, die ihren Rausch vom Vortag am Seeufer ausschlafen (Rekord aus dem Jahr 2011: drei!). Denn beim Seefest wird so tief ins Glas geschaut, dass mancher den Weg nach Hause bereits an der nächsten Bank oder im Gebüsch zwischen Ihme und See beendet. Zwar ließe sich aus dem Schnapsleichenzählen ein munterer (wenn auch bizarrer) Wettstreit innerhalb der  Trainingsgruppe entwickeln. Schön ist das aber nicht. Denn wer morgens zum Maschsee läuft, will dort gemütlich und in Ruhe seine Runden drehen.  Was tun? Entweder Augen zu und durch (wobei das immer dann schwierig wird, wenn man wie 2011 einen Menschen im eher besorgniserregenden denn bemitleidenswerten Zustand findet!). Oder den Maschsee vorerst meiden. Wer sich für letztere Variante entscheidet, für den gibt es mehrere Alternativen. Wer die morgendliche Runde weiterhin um den See drehen will: Am 19. August kehrt wieder Ruhe ein …

2 Gedanken zu „Schnapsleichenzählen!

  1. Nobby

    Hallo Detlef,
    es könnte gut sein, dass wir uns dort über den Weg laufen! Hiddestorf ist im Herbst ja immer einen Besuch wert. Wenn es also zeitlich passt und es nirgends zwickt …
    Gruß
    Nobby

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