Manchmal fehlt eine einzige Sekunde

Die Schnellsten beim Halbmarathon in Benthe: René Jäger (M.), Peer Röhner (l.) und Thomas Blume: Foto: Stephan Fabig

Die Schnellsten beim Halbmarathon in Benthe: René Jäger (M.), Peer Röhner (l.) und Thomas Blume: Foto: Stephan Fabig

Hier viel Natur, garniert mit einigen Höhenmetern, dort Rahmenprogramm zum herbstlich verbrämten Stadtfest, weshalb der Name des Rennens inzwischen ein wenig in die Irre führt: Der Benther-Berg-Lauf und der Burgdorfer Spargellauf, einst  im Frühjahr ausgetragen, waren ein reizvolles Kontrastprogramm und einen Start wert.

Für einen wie Emanuel Schoppe sowieso. Der klar Führende im „Laufpass“-Ranking ließ auch diesmal nichts aus und holte sich mit zwei 1. Plätzen auf der Zehn-Kilometer-Distanz zusammen 50 Punkte ab. Nach 31 Wertungsläufen, von denen Seriensieger Schoppe immerhin 27 absolviert hat,  geht es an der Spitze des Rankings nur noch darum, wer hinter ihm Zweiter und Dritter wird. Derzeit haben Patrick Heide (246 Punkte), Dritter in Burgdorf, und Markus Kuhnau (240) die besten Aussichten.

Bei den Frauen verfährt Gwendolyn Mewes dieses Jahr nach der Devise: Ich muss ja  nicht unbedingt gewinnen, kann am Ende aber doch wieder ganz vorne stehen. Die Titelverteidigerin liegt in der Gesamtwertung ebenfalls klar auf Platz 1, obwohl sie sich am vergangenen Wochenende mit 17 Punkten begnügte. Der Abstand auf Hannelore Lyda, die ihrem Start beim New-York-Marathon Anfang November entgegenfiebert, ist bei neun noch ausstehenden Rennen durchaus beruhigend. Spannung verspricht der Kampf um Platz 3: Iris Jeep, die wie Lyda in Benthe und in Burgdorf in die Punkteränge lief, Justyna Czupryniak, Ulrike Wendt (trotz ihrer insgesamt wenigen Starts) und Michaela Rothan liefern sich einen Vierkampf, dessen Ausgang offen erscheint.

In Benthe wurden auch Sonderpunkte vergeben: für die Schnellsten beim Halbmarathon. Wobei dieser Begriff in dem Fall etwas in in die Irre führt: Bei diesem Lauf müssen insgesamt 21,8 Kilometer zurückgelegt werden. Das schlägt sich in der Zeit nieder. Ärgerlich für einen ambitionierten Sportler wie Thomas Kersten, der exakt 1:45:00 Stunden unterwegs war. Er verfehlte den Bonus bei den über 50-Jährigen damit um die Winzigkeit einer Sekunde. Aber Regeln sind nun mal Regeln, trotz Höhenmetern und längerer Distanz. Da muss ein neuer Anlauf her.

Gesamtwertung Frauen

Platz Name Vorname Verein Punkte Läufe
1. Mewes Gwendolyn Dets RaceTeam 441 21
2. Lyda Hannelore Dets RaceTeam 260 18
3. Jeep Iris Hannover 96 196 13
4. Czupryniak Justyna DJK Sparta Langenhagen 195 12
5. Wendt Ulrike Hannover 96 182 8
6. Rothan Michaela VfL Woltorf 182 15
7. Kulenkampff Katharina 168 9
8. Schönknecht Antje LT Hämelerwald 165 15
9. Schacht Gabi Hannover 96 161 11
10. Krause Mandy Post SV Lehrte 158 11
11. Geermann Sabrina Dets RaceTeam 157 7
12. Lofski Nadine TuS Wunstorf 138 6
13. Reimer-Giesecke Nicole Dets Friends 103 10
14. Narloch Eva Hannover Athletics 98 6
15. Ebel Roswitha DJK Sparta Langenhagen 91 10
16. Friedrich Katrin Hannover 96 / Blade Runner 89 4
17. Schroeder Annett Hannover 96 87 5
18. Knoop-Wente Marion TKH 80 7
19. Meyer Kathrin Garbsener SC 70 6
20. Eßmüller Rebekka 65 4

Gesamtwertung Männer

Platz Name Vorname Verein Punkte Läufe
1. Schoppe Emanuel LG Braunschweig 652 27
2. Heide Patrick SG Bernwardswiese 246 17
3. Kuhnau Markus Hannover 96 240 21
4. Rodenbeck Jürgen Garbsener SC 227 13
5. Merten Timo Dets RaceTeam 201 12
6. Kramer Andreas TSV Barsinghausen 191 14
7. Rutsch Jan Hannover Runners 188 15
8. Wiese Christian Dets RaceTeam 151 7
9. König Dirk Dets RaceTeam 150 11
10. Reinsberg Matthias 143 12
11. Dörrie Robin Dets RaceTeam 121 9
12. Heyer Hans TuS Altwarmbüchen 114 9
13. Kleinholz-Mewes Jörg Dets RaceTeam 111 9
14. Heide Philipp SG Bernwardswiese 102 8
15. Krüger Jonas 100 6
16. Schlamelcher Christian Hannover Athletics / Det’s Raceteam 98 6
17. Jäger René Dets RaceTeam 93 8
18. Riechers Nicolai LaufTalente.de 92 5
19. Oppermann Detlef Post SV Lehrte 92 12
20. Lang Steffen Hannover Athletics 86 6

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Über Norbert Fettback

Norbert Fettback hat als Sportredakteur der HAZ die Fußballer von Hannover 96 rund 25 Jahre lang durch dick und dünn begleitet. Erst mit 50 entdeckte er für sich selbst das Laufen - auch um mehr als 40 überflüssige Pfunde loszuwerden. Nach der Premiere in New York (2005) absolvierte er Marathons unter anderem in Berlin, Chicago, Wien und Boston. Aufgrund diverser Verletzungen hat er sich bei der Wahl der Streckenlänge inzwischen mit dem Motto angefreundet: je kürzer desto besser.

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