Erfolgreiche Cross-Premiere in Bothfeld

Ganz schön mutig! Mit ihrer Idee, Anfang Januar einen Crosslauf auf die Beine zu stellen, sind die Jungs vom TuS Bothfeld ein kleines Wagnis eingegangen. Es soll ja Jahre gegeben haben, da gab es zu diesem Zeitpunkt massenweise Schnee, und so mancher erinnert sich auch an Zeiten, als wärmende Winterstiefel nicht nur zu Dekorationszwecken dienten. Dann aber fällt der Winter aus – und Sturm und Regen sind an der Tagesordnung, wie gerade geschehen. Und was geschieht in Bothfeld? Der Crosslauf, der erste überhaupt, findet trotzdem statt.

Denn beim TuS sind sie anscheinend nicht nur mutig, sondern auch erfindungsreich. Da Läufer nun mal keine Helme tragen und herabfallende Äste generell nichts von Rücksichtnahme halten, haben die Organisatoren den Lauf durch den Bothfelder Wald kurzerhand gestrichen. Stattdessen ging es über Wiesengelände, das es – zum Glück – im Bereich der Bezirkssportanlage an der Langenforther Straße reichlich gibt. Aus dem nahegelegenen Wald wurden kurzerhand noch ein paar Baumstümpfe herangeschleppt, um künstliche Hindernisse herzurichten. Sandige Abschnitte gab es eh schon, Dauerregen hatte den Boden schön durchgeweicht: Was fehlt dann noch an einer zünftigen Crossstrecke? Richtig: ein Hügel. Auch kein allzu großes Problem, wenn man sich wie in Bothfeld mit zwei Metern Höhe zufrieden gibt.

Übertroffen wurden die Erwartungen mit Blick auf das Schietwetter beim Blick auf die Starterzahl: Immerhin 200 Läufer wagten sich an den Start – und hatten bei der Cross-Premiere in Bothfeld auf unterschiedlich langen Distanzen ihren Spaß. Aus dem Provisorium könnte nun sogar mehr werden: Beim TuS wird überlegt, ob die zweite Auflage im Januar 2016 nicht auf der gleichen Strecke stattfindet. Mit dieser und jener Kursverfeinerung: Einfälle muss man haben.

Bilder gibt es hier.

Dieser Beitrag wurde am von in Laufen in Hannover veröffentlicht. Schlagworte: , , .

Über Norbert Fettback

Norbert Fettback hat als Sportredakteur der HAZ die Fußballer von Hannover 96 rund 25 Jahre lang durch dick und dünn begleitet. Erst mit 50 entdeckte er für sich selbst das Laufen - auch um mehr als 40 überflüssige Pfunde loszuwerden. Nach der Premiere in New York (2005) absolvierte er Marathons unter anderem in Berlin, Chicago, Wien und Boston. Aufgrund diverser Verletzungen hat er sich bei der Wahl der Streckenlänge inzwischen mit dem Motto angefreundet: je kürzer desto besser.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.