So sehen Sieger aus

Ehrung der "Laufpass"-Sieger des Jahres 2014 (v.l.): Michaela Rothan, Jürgen Rodenbeck, Gwendolyn Mewes, Markus Kuhnau, Hannelore Lyda. Foto: Marta Krajinovi?

Ehrung der „Laufpass“-Sieger des Jahres 2014 (v.l.): Michaela Rothan, Jürgen Rodenbeck, Gwendolyn Mewes, Markus Kuhnau, Hannelore Lyda. Foto: Marta Krajinovi?

Ausgerechnet der Sieger machte den Abflug. Dass Emanuel Schoppe, in fast allen Rennen der Schnellste und beim Punktesammeln der neue Rekordhalter, bei der Ehrung der Besten in der „Laufpass“-Serie 2014 (hier geht zur Gesamtwertung 2014) fehlte, war allerdings keine böse Absicht. Es war eher himmlische Fügung: Der 27-Jährige saß justament im Flugzeug mit Ziel New York, als die Besten Urkunde, Pokal und einen Gutschein in Empfang nehmen konnten. Schoppe hatte die Reise beim Lehrter Abend-City-Lauf gewonnen, der seit Jahren zur Serie gehört, und musste aus der Ferne grüßen. Eigentlich hätte er den Gutschein schon längst einlösen müssen, da er beruflich aber längere Zeit im Ausland war, verschob sich der Flug nach New York auf diese Woche.

So nah dran am Sportgeschehen wie im vorigen Jahr war die „Laufpass“-Serie, die von der Region Hannover und der Sparkasse viel Rückenwind erfährt, seit der Premiere 2004 noch nie. Auch hier gab es mit insgesamt 51?724 Sportlern, die in den 40 Wertungsläufen auf die Strecke gingen, einen neuen Rekord. Ein Zuwachs von 13 Prozent, wie Angelika Walther, stellvertretende Regionspräsidentin, nicht ohne Stolz sagte. Damit läuft Hannover in ganz Deutschland ganz weit vorne mit.

Mithilfe der HAZ und der Veranstaltungsagentur eichels: Event werden seit 2009 in Form eines Rankings auch die erfolgreichsten Läufer ermittelt. So manchen Namen kennt man schon – wie den von Gwendolyn Mewes: Die 31-Jährige heimste nach 2011 und 2013 schon zum dritten Mal den Siegerpokal in der Frauenwertung ein. In erster Linie habe für sie aber der Spaß gezählt, sagt die zweifache Mutter, die im Juni ihr drittes Kind erwartet. Das hat auch zur Folge, dass es 2015 eine neue Ranking-Beste geben wird. „Ich werde an der Strecke stehen und meinen Mann anfeuern“, sagt Mewes. „Der ist meinetwegen zuletzt öfter kürzergetreten.“

Ganz unbekannt war auch Schoppe in der hiesigen Szene nicht. Doch eine ganze „Laufpass“-Saison und dann auch noch an der Spitze – das war für die Konkurrenz eine echte Überraschung. Dabei war Schoppe selbst lange nicht klar, dass er beim HAZ-Ranking ganz vorne mitmischte. Erst als die Konkurrenten ihn ansprachen, wurde er sich der Siegchance bewusst. „Die Besten der letzten Jahre haben dann auch mal gefragt, ob ich nicht einen Lauf auslassen wolle“, sagt Schoppe. Doch er wollte nicht – und hatte stattdessen Spaß an der Sache gefunden. „Ich wollte unbedingt den Punkterekord haben“, erzählt er. Mit Erfolg: Bei 31 Starts kam er schließlich auf bis dahin nicht erreichte 746 Punkte kam.

In den Altersklassen-Wertungen setzten sich Michaela Rothan und Markus Kuhnau (AK 40-49), Hannelore Lyda und Andreas Schacht (AK 50-59) sowie Angelika Asche und Detlef Oppermann (AK 60+) durch.

2015 wird die Serie 38 Rennen umfassen. Neu dabei sind der Stadtlauf des TSV Neustadt und der Scharnhorstlauf in Bordenau; der Misburger Volkslauf kommt nach zweijähriger Pause zu einem Comeback. Der Deisterberglauf, der KKH-Lauf, Volkslauf Linden-Limmer und der Maschsee-Rekordlauf stehen nicht mehr auf der Liste, zum Teil auch deshalb, um Terminkollisionen aus dem Weg zu gehen. Zudem fehlt der Wald- und Crosslauf auf der Bult, der seit diesem Jahr nicht merhr stattfindet. Los geht es am Sonntag mit dem Silberseelauf, mit der bereits 52. Auflage ein ausgesprochener Klassiker, diesmal vom neuen Verein LAC Langenhagen ausgerichtet.

Eins wird aber auch in diesem Jahr eine wichtige Rolle spielen: Spaß zu haben bei Bewegung in frischer Luft. Nicht nur beim Laufen, sondern auch beim Walking und Nordic Walking, das ebenfalls zum Angebot vieler regionaler Veranstalter gehört.

Die Sieger der vergangenen Jahre

2009: Vera Klages und Timo Kuhlmann

2010: Ulrike Dreißigacker und Christof Jankowski

2011: Gwendolyn Mewes und Robin Dörrie

2012: Bianca Stanienda und Robin Dörrie

2013: Gwendolyn Mewes und Robin Dörrie

2014: Gwendolyn Mewes und Emanuel Schoppe

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Über Norbert Fettback

Norbert Fettback hat als Sportredakteur der HAZ die Fußballer von Hannover 96 rund 25 Jahre lang durch dick und dünn begleitet. Erst mit 50 entdeckte er für sich selbst das Laufen - auch um mehr als 40 überflüssige Pfunde loszuwerden. Nach der Premiere in New York (2005) absolvierte er Marathons unter anderem in Berlin, Chicago, Wien und Boston. Aufgrund diverser Verletzungen hat er sich bei der Wahl der Streckenlänge inzwischen mit dem Motto angefreundet: je kürzer desto besser.

2 Gedanken zu „So sehen Sieger aus

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