Die HAZ läuft am Sonntag mit

Staffel der HAZ für den Hannover-Marathon 2015.

Die Staffel der HAZ für den Hannover-Marathon 2015 (von links): Manuel Becker, Jörn Kießler, Frerk Schenker, Volker Wiedersheim, Norbert Fettback und Nils Oehlschläger. Foto: Marta Krajinović

Sechs Mann, ein Ziel: Am Sonntag wird eine Staffel der HAZ mit an der Startline des Hannover-Marathons stehen. Wäre ja auch gelacht, beim Jubiläumsrennen nur Zuschauer zu sein, um darüber zu berichten. Dieses Sextett – wie es sich gehört in Lauftrikots, deren Farbe dem typischen Blau der HAZ entlehnt ist – wird sich ins sportliche Getümmel stürzen und auf der Strecke sein Bestes geben.

Manuel Becker (Sportredakteur im RND, Kürzel: mb):
Am Sonntag der Startläufer der HAZ-Staffel. Sein erster Lauf führte ihn um den Langenhagener Silbersee, es folgten gelegentliche Runden um die Herrenhäuser Gärten. Ein Highlight für den heute 34-Jährigen: sein erster Silvesterlauf um den Maschsee – kalt, aber herzerwärmende Stimmung. Zweites Highlight: der finale 1500-Meter-Lauf beim ersten Jedermann-Zehnkampf im Erika-Fisch-Stadion in Hannover. Beckers liebste Laufstrecke führt von der Südstadt zum Maschsee und dann durch die Eilenriede. Mit der HAZ-Laufgruppe machte er sich auch schon mal fit für den Halbmarathon und genoss den Lauf in Hannover. Einen Marathon hält er für viel zu lang. Anders in der Staffel: geteilte Strecke ist halbe Strecke. Oder noch ein bisschen weniger.

Nils Oehlschläger (Online-Redaktion, Kürzel: no):
An einem Wochenende kommen bei ihm in puncto Laufen schon mal an die zehn Kilometer zusammen – jedoch eher im Zickzack, mal ganz schnell und besonders in der Rückwärtsbewegung oft zu langsam. Denn Oehlschläger ist eher auf dem Fußballplatz zu Hause. Die Vorbereitung auf die Rückrunde umfasst in dieser Sportart viele Ausdauerläufe. Der 23-Jährige, mit Abstand Jüngster in der Staffel, fühlt sich daher gut vorbereitet und freut sich auf den Lauf.

Volker Wiedersheim (Lokalredaktion, Kürzel: wie):
Der 49-Jährige hat sich schon in vielen Sportarten versucht. Keine Überraschung für einen Waldorfschüler: Fußball blieb dabei die Randerscheinung. War für Hockey nicht schnell genug – stellte sich deshalb als Torwart hinter die Mannschaft. War für Volleyball nicht groß genug – konnte deshalb als Zuspieler die anderen für sich springen lassen. War für Segeln nicht gemütlich genug – und ist deshalb ein passabler Windsurfer geworden. Fühlte sich zum Triathlon berufen – kann aber nur Brustschwimmen. So einer, das ist klar, nimmt sich im Laufe der Zeit immer mehr Zeit zum Laufen. Zweimal den Marathon absolviert. Das war geil – aber zu weit. Marathon-Staffel ist daher die logische Konsequenz. Ist wie Marathon, meint Wiedersheim, nur mit schneller da.

Jörn Kießler (Lokalredaktion, Kürzel: jki):
Er läuft mit 5,7 Kilometern den kürzesten Streckenabschnitt der Marathonstaffel. Respekt davor hat der 34-Jährige dennoch: Das letzte Mal, dass er an einem offiziellen Lauf teilgenommen hat, war zum Ende seines Grundstudiums an der Deutschen Sporthochschule in Köln. Damals waren die 10 Kilometer unter 50 Minuten kein Problem. Zehn Jahre später sieht das ganz anders aus. Denn mittlerweile sieht sich Kießler eher als Genussläufer, der in unregelmäßigen Abständen in Begleitung entspannt durch die Eilenriede läuft, einfach um sich fit zu halten. Dass er statt durch den Wald am Marathonsonntag durch die List läuft, stört ihn nicht. „Ist mal eine Abwechslung und sicher nicht langweilig.“

Frerk Schenker (Online-Redaktion, Kürzel: frs):
Der Schnellste im Team ist froh, dass er am Sonntag nur 7,6 Kilometer laufen muss. Als ehemaliger Cross- und 5000-Meter-Läufer sind ihm beim Marathon nämlich zwei Dinge ziemlich suspekt: die Länge und die Monotonie der Straße. Beim Marathondebüt (2:59 Stunden) vor vier Jahren hat er deshalb direkt hinter der Ziellinie am Neuen Rathaus erklärt, dass er sich die Schinderei nie wieder antun will. Bis heute ist es dabei geblieben. In Hannover stehen zwar wirklich viele und wirklich überall Menschen am Straßenrand, die langen Geraden der Vahrenwalder oder der Nienburger Straße werden dadurch aber auch nur ein kleines bisschen erträglicher. Dummerweise stehen aus Sicht des 35-Jährigen genau diese beiden Abschnitte für ihn als fünften Staffelläufer auf dem Programm. Der Trost: Am Ende der Nienburger Straße, wo vor vier Jahren der Mann mit dem Hammer permanent auszuholen drohte, wird der Staffelstab diesmal bereits wieder abgegeben.

Norbert Fettback (Sportredaktion, Kürzel: fe):
War wie Wiedersheim schon 2010 in der HAZ-Marathonstaffel dabei, die damals zu viert unterwegs war und am Ende auf eine Zeit von 3:25 Stunden kam. Diesmal soll es schneller gehen. Wenn es damit nicht klappen sollte, will der 61-Jährige alle Schuld auf sich nehmen: Er ist schließlich der Senior im Team und der Schlussläufer der Staffel. Auch beruflich geht er auf die Zielgerade. Vor zwei Jahren war Fettback auf den 42 Kilometern in Hannover noch Solist; als läuferischer Spätstarter (mit 50) hat er derweil acht Marathons absolviert, darunter die in New York, Chicago und Boston. Rund lief es dabei nur einmal wirklich – 2010 in Wien (3:33 Stunden). Nach langwierigen Achillessehnenproblemen seit ein paar Wochen im Aufbautraining – für die letzten knapp sieben Staffelkilometer wird’s am Sonntag reichen. Kurze Strecken sind ohnehin eher sein Ding

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Über Norbert Fettback

Norbert Fettback hat als Sportredakteur der HAZ die Fußballer von Hannover 96 rund 25 Jahre lang durch dick und dünn begleitet. Erst mit 50 entdeckte er für sich selbst das Laufen – auch um mehr als 40 überflüssige Pfunde loszuwerden. Nach der Premiere in New York (2005) absolvierte er Marathons unter anderem in Berlin, Chicago, Wien und Boston. Aufgrund diverser Verletzungen hat er sich bei der Wahl der Streckenlänge inzwischen mit dem Motto angefreundet: je kürzer desto besser.

3 Gedanken zu „Die HAZ läuft am Sonntag mit

  1. Detlef Oppermann

    Hallo Leute,

    alles ganz schön doch wo bleibt die Ranking-Auswertung vom Volkslauf Hämelerwald??
    Alles nicht mehr so wichtig?

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    1. Nobby

      Hallo Detlef,
      auch Dir erst mal viel Spaß und viel Erfolg am Sonntag beim Lauf mit Deiner Staffel! 🙂
      Die Auswertung des Rankings verzögert sich, da unser Statistiker unter der Woche voll und ganz mit der Vorbereitung des Hannover-Marathons zu tun hat. Da musst Du Dich (und alle anderen) noch etwas gedulden. Sorry! Deine 15 Punkte für den 1. Platz in der AK-Wertung gehen Dir natürlich nicht verloren.
      Beste Grüße
      Norbert

      Antworten
  2. Detlef Oppermann

    Hallo Nobby,

    na wnn das so ist, gedulden wir uns bis zur nächsten Veröffentlichung 🙂
    Gott sei Dank, ich hatte schon Angst, das die Punkte nach einer Woche verfallen, wenn sie nicht veröfentlicht werden.
    Dir wünsche ich mit deinem HAZ Team recht viel Erfolg und vielleicht sieht man sich mal wiede bei einem Läufchen? Ist so still geworden in der AK M60 Szene.
    Bis die Tage Detlef

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