HAZ-Laufgruppe: Es läuft wieder

Selfie in der Oktobersonne: Tanja Niehoff bei ihrem langen Lauf am Wochenende.

Selfie in der Herbstsonne: Tanja Niehoff bei ihrem langen Lauf rund um Burgdorf..

Die Uhr tickt. Für Läufer ist das nichts Neues, doch diese Uhr läuft nicht nur unaufhörlich weiter – sie baut auch jeden Tag ein bisschen mehr Druck auf. Genau 158 Tage sind es bis zum Hannover-Marathon, wie der Countdown auf der Homepage der Veranstaltung sichtbar verkündet. Eigentlich eine lange Zeit – doch bei den Läufern der HAZ-Vorbereitungsgruppe fällt in diesen Tagen gerne Mal der Zusatz: „nur noch“. Schließlich soll es am 10. April 2016 klappen mit den selbstgesteckten Zielen. Wie also steht’s beim Training der HAZ-Läufer?

„Einen Halbmarathon könnte ich morgen bereits ganz gut laufen“, sagt Ralf Berneburg mit Blick auf das Training der vergangenen Wochen. In Hannover will der 47-Jährige allerdings die doppelte Distanz in Angriff nehmen – und dabei möglichst unter 4 Stunden bleiben. Ein Ziel, für das es Kilometer braucht. „Und die fehlen mir noch“, sagt Berneburg, der zurzeit rund 40 Wochenkilometer macht. Der leichte Trainingsrückstand hat allerdings einen guten Grund: der Herbsturlaub in der Türkei. „Die Laufstrecken waren dort nicht so toll“, erzählt Berneburg – und schiebt lachend hinterher: „Man findet im Urlaub außerdem immer eine Ausrede.“

Ralf Berneburg beim Start der HAZ-Laufgruppe Mitte Oktober. Foto: v. Ditfurth

Ralf Berneburg beim Start der HAZ-Laufgruppe Mitte Oktober. Foto: v. Ditfurth

Zurück in Gehrden ist es mit den Ausreden aber wieder vorbei: Zum einen ist da der wöchentliche Trainingsplan von Markus Pingpank, dem Trainer der HAZ-Laufgruppe, der zum regelmäßigen Laufen antreibt; und dann wartet daheim auch noch der Hund auf Auslauf. „Den nehme ich fast immer mit zum Training“, erzählt Berneburg. Und muss neidvoll anerkennen, dass sein Trainingspartner die Kilometer am Gehrdener Berg lockerer wegsteckt als er selbst. „30 Kilometer sind für ihn kein Problem.“ Mindestens drei Mal pro Woche will der 47-Jährige jetzt seine Laufschuhe rauholen, am vergangenen Wochende stand ein Lauf über 17 Kilometer auf dem Programm.

Glücklich über jeden Kilometer ist in diesen Tagen auch Tanja Niehoff. Denn ihr Start mit der HAZ-Laufgruppe lief überhaupt nicht rund: eine dicke Erkältung hatte sie außer Gefecht gesetzt, an Laufen war gar nicht erst zu denken, und das Training am Lindener Berg konnte sie nur als Zuschauerin verflogen. Der erste Lauf nach der Zwangspause war entsprechend holperig: „Ich habe mich zehn Kilometer geschleppt“, erzählt die 42-Jährige. „Nach ein paar Kilometern dachte ich nur noch: Sind wir bald da?“ Zwei Tage später lief die Runde um den Maschsee aber schon wieder deutlich lockerer. „Da kam richtig Freude auf.“

Nervös machen lässt sich Niehoff vom Trainingauftakt mit angezogener Handbremse nicht. „Ich habe kein Problem damit, wenn ich den Trainingsplan mal nicht erfüllen kann“, sagt sie. Zu frühe Rückkehr ins Training nach einer Krankheit? Kommt für sie nicht infrage. „Da habe ich viel zu viel Angst“, erzählt sie mit einem Lachen. Und so kann Niehoff auch mit ihren zurzeit 30 bis 40 Wochenkilometern gut leben. „Später sollen es aber 50 bis 60 werden“, verrät sie – damit es mit dem Ziel von 4:10 Stunden klappt. Den ersten Schritt beim Formaufbau hat sie am Wochenende gemacht: 15 Kilometer durfte sie sich am Sonntag ins Tagebuch notieren, nachdem sie eigens raus nach Burgdorf gefahren war. „Laufen mit Freunden in unbekanntem Gelände ist doch immer wieder das Beste, um längere Einheiten zu überstehen.“

Kristina Hannemann vor dem Start zum Steelman. Mit Kostüm - "leider ohne Matsch". Foto: Hannemann.

Kristina Hannemann vor dem Start zum Steelman. Mit Kostüm – „leider ohne Matsch“. Foto: Hannemann.

Drei Kilometer mehr waren es am Sonntag sogar für Kristina Hannemann. Und die hatten es richtig in sich: Die Barsinghäuserin hatte ihren langen Lauf am Wochenende nämlich nach Langenhagen verlegt: zum Steelman-Run. Matsch, Dreck und jede Menge Hindernisse: 18 Kilometer kämpfte sich die 33-Jährige über den Parcours an der Galopprennbahn (hier gibt es die Bilder vom Steelman-Run). Die Endzeit von 3:32 Stunden zeigt, wie kraftraubend die Kilometer waren – und wie gut die Form bereits ist. „Ja, bislang läuft es gut“, erzählt Hannemann. Da sie von Viren verschont geblieben ist („Obwohl alles um mich herum schnieft“), konnte sie sich bislang fast an den Trainingplan halten. Überhaupt drückt die 33-Jährige bereits ordentlich aufs Tempo. Vor zehn Tagen war sie beim Ricklinger Volkslauf an den Start gegangen – und erreichte das Ziel nach zehn Kilomtern in 56:47 Minuten.

Tempo ist auch das Stichwort für den nächsten gemeinsamen Lauf der HAZ-Vorbereitungsgruppe. Nach dem hügeligen Auftakt am Lindener Berg vor zwei Wochen geht es am Sonnabend wieder ins Flache an den Maschsee – dann allerdings mit einem flotten Fahrtspiel. Gebummelt werden darf dann höchstens in den Pausen.

Die HAZ begleitet in den kommenden Monaten die Läufer der HAZ-Vorbereitungsgruppe auf ihrem Weg zum Hannover-Marathon. Mehr dazu lesen Sie hier.

2 Gedanken zu „HAZ-Laufgruppe: Es läuft wieder

  1. Klaus

    Ich wünsche allen Läuferinnen und Läufern eine gute Vorbereitung – frei von Krankheiten und Veretzungen. Und ich hoffe, man sieht sie auf der Strecke!
    Aber … wenn es am 16. April klappen soll, dann ist man etwas spät!
    Lt. Veranstalter Homepage ist der Hannover-Marathon am 10. April!
    Und DEN Termin habe ich mir vorgemerkt!
    Lieber Frerk, vielleicht korrigierst du das mal.
    😉

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  2. Frerk Schenker

    Hallo Klaus,

    ich weiß nicht warum, aber der Fehler mit dem Datum schleicht sich gerade laufend ein, wenn ich was zum Marathon schreibe. Hat sich irgendwo falsch auf der Festplatte eingebrannt … Danke für den Hinweis 😉
    Gruß,
    Frerk

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