Zwei deutsche Topläufer sollen Streckenrekord brechen

Starten in Hannover: Arne Gabius und Fate Tola. Fotos: Petrow/Montage

Starten in Hannover: Arne Gabius und Fate Tola. Fotos: Petrow/Montage

Bei der Jagd nach neuen Rekorden machen die Veranstalter des Hannover-Marathons 2017 Ernst. Nachdem vor zwei Wochen mit Arne Gabius der schnellste Deutsche auf dieser Strecke und zugleich der Topfavorit für das Rennen am 9. April präsentiert worden war, schickt sich auch Fate Tola an, im Frauen-Wettbewerb die Bestmarke für die Landeshauptstadt zu verbessern.

„Ich will das angehen“, sagt die gebürtige Äthiopierin, die sich Ende Oktober in Frankfurt in 2:25:42 Stunden den nationalen Titel holte. In Hannover, wo die 29-Jährige von der LG Braunschweig noch nie gestartet ist, steht der Frauen-Rekord bei 2:27:07.

Die nötige Form will sich Tola, die im kommenden Jahr außer in Hannover nur noch einen Marathonstart bei der Weltmeisterschaft im August in London plant, ab Mitte Januar holen. Zur Vorbereitung mit 200 Laufkilometern pro Woche gehört im März ein Höhentrainingslager in Albuquerque (New Mexiko/USA). „Damit haben wir schon 2012 sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Musa Roba-Kinkal, Trainer und Ehemann. Im selben Jahr lief Tola in Berlin ihre bis heute gültige Marathon-Bestzeit (2:25:14). Ihr Start bei den Olympischen Spielen 2016 im deutschen Nationaltrikot scheiterte nicht am sportlichen Leistungsvermögen, sondern an der drei Wochen zu spät vollzogenen Einbürgerung. „Nicht dabei gewesen zu sein, das war eine große Enttäuschung“, sagt Tola im Rückblick.

Ihren Startplatz in Rio de Janeiro bekam Anna Hahner, die als Siegerin des Hannover-Marathons von 2016 geführt wird. Zum Duell mit der Titelverteidigerin wird es am 9. April aber nicht kommen. Anna Hahner werde im Frühjahr wohl keinen Marathon laufen, sagte Athletenmanager Christoph Kopp, „sie ist nicht gesund“. Für Zwillingsschwester Lisa käme möglicherweise ein Start im Halbmarathon in Betracht – hier werden im April in Hannover die deutschen Meister ermittelt.

Für das Marathon-Wochenende in Hannover liegen bislang 4500 Anmeldungen vor – ein überdurchschnittliches Zwischenergebnis.

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Über Norbert Fettback

Norbert Fettback hat als Sportredakteur der HAZ die Fußballer von Hannover 96 rund 25 Jahre lang durch dick und dünn begleitet. Erst mit 50 entdeckte er für sich selbst das Laufen - auch um mehr als 40 überflüssige Pfunde loszuwerden. Nach der Premiere in New York (2005) absolvierte er Marathons unter anderem in Berlin, Chicago, Wien und Boston. Aufgrund diverser Verletzungen hat er sich bei der Wahl der Streckenlänge inzwischen mit dem Motto angefreundet: je kürzer desto besser.

2 Gedanken zu „Zwei deutsche Topläufer sollen Streckenrekord brechen

  1. Anne

    Gerade Arne drücke ich so wahnsinnig die Daumen, daß sein Comeback klappt. Er hat so gekämpft und war so in Bestform und dann Olympia absagen zu müssen war wirklich fies.

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    1. Norbert

      Seine „Generalprobe“ beim Halbmarathon in New York war nach der langen Wettkampfpause durchaus vielversprechend. Hoffen wir, dass Arne auch am 9. April gut drauf sein wird!

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