Hannover-Marathon: Zahlen lügen nicht

Marathon-Organisatorin Stefanie Eichel. Foto: Petrow

Auf Zahlen hat Stefanie Eichel in diesen Tagen einen besonders wachen Blick. Vor allem dann, wenn sie so erfreulich sind. In vier Wochen wird der Marathon in Hannover gestartet, und 15 700 Anmeldungen für die unterschiedlichen Wettbewerbe lassen das Herz der Organisationschefin höher schlagen. Das seien, verglichen mit dem gleichen Zeitraum im Vorjahr, 15 Prozent mehr und ein „wunderbarer“ Zwischenstand. Man darf auch sagen: Da läuft was in Hannover, und das schon seit Jahren.

Für den 9. April, wenn es hier läuferisch wieder rund gehen wird, haben sich allein für die 42,195 Kilometer bereits mehr als 2000 Aktive in die Liste eingetragen. Ein überproportionales Plus mit der begründeten Hoffnung, demnächst auch bei der Zahl der sogenannten Finisher endlich die 2000er-Marke zu knacken. „Mein großer Wunsch“, wie Eichel hervorhebt.

Der klassische Marathon ist nun mal das Herzstück einer bunt zusammengestellten Laufveranstaltung wie der in Hannover. Seit 2012 (1508 Sportler im Ziel) ging es auf dieser Strecke in Hannover stets Stück für Stück aufwärts, wenn auch in kleinen Schritten. Zuletzt waren es 1860 Marathonis, die sich am Neuen Rathaus feiern lassen konnten. National ist das nicht viel, wenn man an Berlin (35 994) oder Hamburg (12 092) denkt. Das aber ist auch nicht der Maßstab für den Citymarathon in Hannover. Und nicht unbedingt ein Nachteil.

Mit Arne Gabius (Bestzeit 2:08:33 Stunden) und Fate Tola (2:25:14) haben die aktuell besten deutschen Langstreckler die niedersächsische Landeshauptstadt mit ihrem flachen und damit schnellen Kurs für ihren Frühjahrsstart auserkoren. Hannover darf sich geehrt fühlen. Das scheint vielen anderen Beine zu machen, die das Laufen mögen – die Sogwirkung lässt sich anhand der Meldezahlen ablesen. Und die, die an der Strecke stehen, dürfen sich auf ein spannendes Rennen einstellen. Gabius, der nach viel Verletzungspech im vorigen Jahr neu durchstarten will, bekommt es mit Lusapho April und Cheshari Kirui Jacob, den Siegern von 2016 und 2015, zu tun. Zu beachten ist auch der Norweger Sondre Nordstad Moen, der sich in den vergangenen Wochen mit Gabius in Iten im kenianischen Hochland in Form gebracht und sich für seinen erst dritten Marathon überhaupt einiges vorgenommen hat.

Da ist es zu verschmerzen, dass bei den Frauen ein Stammgast früherer Jahre abgesagt hat. Lisa Hahner ließ aus dem Trainingslager in Portugal wissen, dass sie 2017 keinen Frühjahrsmarathon laufen wird. Für ihre Zwillingsschwester Anna, im vergangenen April Rangbeste in Hannover, ist dies verletzungsbedingt ohnehin kein Thema. Fate Tola dürfte am 9. April nahezu konkurrenzlos sein.

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