Punktlandung am Deister – mit Ranking Nr. 4

Foto: Fettback

Schon 41 und immer noch erstaunlich frisch. Und attraktiv dazu: Der Springe-Deister-Marathon hat sich bei seiner 41. Auflage selbst übertroffen. Bei ausgesprochenem Kaiserwetter absolvierten 1144 große und kleine Freizeitsportler am ersten Frühlingssonnabend die acht Wettbewerbe – so viele wie nie zuvor.

Die Organisatoren der LLG Springe sind für ihre Mühen im Vorfeld dieses Volkslaufs und ihren Einsatz am Veranstaltungstag damit reichlich belohnt worden. Aufgrund des sich schon im Vorfeld abzeichnenden Andrangs war der Zieleinlauf auf den Schulhof des Otto-Hahn-Gymnasiums verlegt worden – eine kluge Entscheidung. Wo man sich auch umhörte, es gab Lob von allen Seiten für ein pralles, gut fünfstündiges Programm. Einziger Makel: Die Läufer blieben auf dem Zehn-Kilometer-Rundkurs am Kleinen Deisters wie in den Vorjahren unter sich. Nur wenige Anwohner in Springe und Alvesrode schenkten ihnen Beachtung und klatschten Beifall.

Das hätten sich nicht nur die späteren Sieger verdient gehabt, die in den meisten Fällen nach Springe gekommen waren, um ihre Form zu testen. Wie Christian Schlamelcher, der mit Jan Rutsch (beide Hannover Athletics) im Halbmarathon von Anfang bis Ende das Tempo vorgab. Schlamelcher, der in 1:16:01 Stunden mit einer Sekunde Vorsprung ins Ziel lief, startet am 9. April in Hannover bei der deutschen Meisterschaft über 21,1 Kilometer und hofft auf eine gute Platzierung mit der Vereinsstaffel. Rutsch wiederum hat den Marathon in Wien im Blick. Springe mal zwei, so soll an der Donau seine Formel auch in Bezug auf die erhoffte Zielzeit lauten. „Das war für uns beide ein guter Trainingslauf“, sagte Schlamelcher. Bei den Frauen siegte Julia Viering vom Delligser SC in guten 1:32:31 vor Andrea Süßmann vom Garbsener SC (1:34:52).

Ein einsames Rennen, jedenfalls mit Blick auf die ihr am nächsten kommende Frau, lief Bianca Stanienda (Eintracht Hiddestorf). Sie kam in 3:16:04 leicht und locker zum Erfolg, Ines Roessler vom VfB Fallersleben lag mehr als 18 Minuten zurück. Mit Frank Balzer (3:02:35) kam der Schnellste bei den Männern aus Fallersleben, der Student Felix Kerlikowsky aus Hannover als Zweiter schlug sich in 3:04:35 auf dem welligen Kurs achtbar.

Mit klasse Zeiten konnten die Schnellsten im Zehn-Kilometer-Rennen aufwarten. Bei den Männern trennten Haftom Weldaj (TSV Pattensen, 32:38 Minuten) am Ende lediglich drei Sekunden von Timo Kuhlmann (Hannover Athletics), der Rang zwei belegte. Seriensiegerin Gwendolyn Mewes musste ebenfalls alles geben, sie hatte schließlich bei ihrer Siegerzeit von 36:58 Minuten vier Sekunden Vorsprung auf die Zweitplazierte Antonia Schiel vom TSV Wennigsen. Auf dieser Distanz gab es in Springe mit 402 Läuferinnen und Läufern, die ins Ziel kamen, den größten Zuspruch.

Einem großen Teil der 70-köpfigen HAZ-Vorbereitungsgruppe für den Hannover-Marathon lieferte das Rennen letzte Aufschlüsse, wie es am 9. April laufen könnte. Wie Stefanie Busch sind die meisten seit Springe guter Dinge. „Ich hatte mir vorgenommen, bei meinem ersten Halbmarathon unter zwei Stunden zu bleiben“, sagte die 49-Jährige. „Das hat geklappt.“ Es wurde in 1:59:02 eine Punktlandung. Nicht zuletzt auch dank Dieter Geyer: Der erfahrene Gruppenleiter, der in Hannover seinen 71. Marathon laufen wird, half Busch wie auch Alexandra Schulze (2:00:59) bei der Tempogestaltung. Am 9. April wird Geyer das wieder tun: als sogenannter Zugläufer für 4:15 Stunden im Marathon. Für Karl Lieke, der bereits zum sechsten Mal bei der HAZ-Gruppe dabei ist, genau das Richtige: Er will dann nach „gut vier Stunden“ ins Ziel kommen. In Springe freute sich der 67-Jährige über seine Zeit von 1:58 Stunden, die er für die Hälfte der „Königsdistanz“ brauchte.

Gesamtbewertung Frauen

Ranking-Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf
1. Mewes Gwendolyn 1984 LAC Langenhagen 100 4
2. Marx Beate 1979 PhysioSpa 72 4
3. Krause Mandy 1987 Post SV Lehrte 51 3
4. Meier Sabine 1966 SG Bredenbeck 46 3
5. Lyda Hannelore 1958 LAC Langenhagen 43 3
6. Knoop-Wente Marion 1968 TKH 37 3
7. Schoenbeck Tanja 1969 Hannover Athletics 27 2
8. Hauswirth Karin 1972 LAC Langenhagen 24 2
9. Hildebrandt Maya 1998 TuS Bothfeld 04 22 1
Schiel Antonia 1998 TSV Wennigsen 22 1
11. Daniel Stefanie 1980 22 2
12. Stanienda Bianca 1969 SVE Hiddestorf 20 1
13. Meyer Kathrin 1980 Garbsener SC 20 2
14. Hoffmann Kathrin 1986 Hannover Athletics 19 1
Raphael Rebekka 1980 Hannover 96 Triathlon 19 1
Wimmer Laura 1984 19 1
17. Hamann Simone 1966 Ski-Club Springe 18 2
18. Peters Kerstin 1962 TSV Neustadt fit for more 18 2
19. Schönknecht Antje 1973 LT Hämelerwald 18 2
20. Kuhner Carmen 1976 Hannover 96 Triathlon 17 1

Gesamtbewertung Männer

Ranking-Platz Name Vorname Jhg Verein Punkte Lauf
1. Kehl Steve 1981 Hannover 96 Triathlon 73 4
2. Kleinholz-Mewes Jörg 1973 TuS Bothfeld 58 4
3. Solter Andreas 1983 LAC Langenhagen 57 4
4. Weldaj Haftom 1990 TSV Pattensen 50 2
5. Kramer Andreas 1969 TSV Barsinghausen 48 4
6. Kuhlmann Timo 1990 Hannover Athletics 47 2
7. Rodenbeck Jürgen 1969 TuS Wunstorf 42 3
8. Kuhnau Markus 1974 Hannover 96 32 3
9. Hofmann Dirk 1983 29 3
10. Looschen Christian 1981 BV Garrel 25 1
11. Bielmann Kai 1976 23 2
Hernando Navarro Jose Antonio 1974 The Spanish Corredores 23 2
13. Schwarzbach Dirk 1981 Hannover 96 22 1
14. Schoppe Emanuel 1987 Dets RaceTeam 19 1
Wagner Henrik 1998 LG Braunschweig 19 1
16. Giesler Christian 1977 Hannover 96 17 1
Lang Steffen 1983 Hannover Athletics 17 1
Meier Robert 1999 TuS Bothfeld 04 17 1
19. Kendelbacher Michael 1982 VfL Bad Nenndorf 16 1
Kiene Sven 1989 Hannover 96 Triathlon 16 1

Die Listen zum Herunterladen

4. Ranking_25.03.2017_M

4. Ranking_25.03.2017_HM

4. Ranking_25.03.2017

4. Gesamtranking

Dieser Beitrag wurde unter HAZ-Laufgruppe, HAZ-Laufpass, Laufpass 2017, Wettkämpfe abgelegt am von .

Über Norbert Fettback

Norbert Fettback hat als Sportredakteur der HAZ die Fußballer von Hannover 96 rund 25 Jahre lang durch dick und dünn begleitet. Erst mit 50 entdeckte er für sich selbst das Laufen - auch um mehr als 40 überflüssige Pfunde loszuwerden. Nach der Premiere in New York (2005) absolvierte er Marathons unter anderem in Berlin, Chicago, Wien und Boston. Aufgrund diverser Verletzungen hat er sich bei der Wahl der Streckenlänge inzwischen mit dem Motto angefreundet: je kürzer desto besser.

11 Gedanken zu „Punktlandung am Deister – mit Ranking Nr. 4

  1. Kindler, Jutta

    Guten Morgen, leider habt ihr mich beim HM Springe vergessen. Ich kann diesen Lauf in der Rankingliste AK W 55 nicht finden. Habe den 3. Platz belegt.
    Könnt ihr das bitte nachtragen?

    Gruß
    Jutta Kindler

    Antworten
      1. Kindler, Jutta

        Was die Sonderpunkte angeht hast du recht. Für den 3. Pl./AK hätte ich aber 9 Punkte bekommen müssen.

        Antworten
        1. Norbert

          Nein, Jutta, da liegst Du leider falsch. Für den Halbmarathon und den Marathon gibt es nur Sonderpunkte. Die „Platzierungspunkte“ hättest Du Dir über die 10 Kilometer holen müssen, den eigentlichen Wertungslauf. Schau mal nach unter „So funktioniert das HAZ-Ranking:“

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  2. Detlef

    Hallo,
    ich mache hier mal einen Vorgriff auf den Misburger Volkslauf.
    In der dortigen Ausschreibung steht, das der 10 KM Lauf für das HAZ-Ranking nominiert ist. In der Eventausschreibung von Euch steht aber de 5 Km Lauf als Wertungslauf. Was ist jetzt korrekt? LG Detlef

    Antworten
  3. Frerk Schenker

    Hallo Detlef,

    uns und den Laufpass-Organistoren (Eichels) wurde die kurze als Ranking-Distanz gemeldet. Bislang haben wir aus Misburg auch nichts Gegenteiliges gehört. Wir haken aber gern nochmal nach.

    Gruß, Frerk

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  4. Frerk Schenker

    Hallo Olaf,

    das Ranking kommt noch heute. Die Auswerter waren im Marathonvorbereitungsstress. Sie bitte um Nachsicht.

    BEste Grüße
    Frerk

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