Archiv des Autors: Norbert Fettback

Über Norbert Fettback

Norbert Fettback hat als Sportredakteur der HAZ die Fußballer von Hannover 96 rund 25 Jahre lang durch dick und dünn begleitet. Erst mit 50 entdeckte er für sich selbst das Laufen - auch um mehr als 40 überflüssige Pfunde loszuwerden. Nach der Premiere in New York (2005) absolvierte er Marathons unter anderem in Berlin, Chicago, Wien und Boston. Aufgrund diverser Verletzungen hat er sich bei der Wahl der Streckenlänge inzwischen mit dem Motto angefreundet: je kürzer desto besser.

Oma Hanne hängt die Jugend ab (mit Ranking Nr. 13 und 14)

Auf geht’s: Der Zehn-Kilometer-Lauf in Döhren ist gestartet. Foto: Fettback

Guck an! Eine Oma ist aktuell die erfolgreichste Dauerläuferin der Region! Jedenfalls, wenn man das „Laufpass“-Ranking dafür als Maßstab nimmt: Hannelore Lyda, gerade 60 alt und kurz zuvor zum ersten Mal Großmutter geworden, hat die Jugend abgehängt. Vorerst jedenfalls. Beim Döhrener Abendlauf und zwei Tage später beim Volkslauf in Isernhagen sammelte sie mit zwei Top-Ten-Platzierungen weitere 30 Punkte ein und ließ damit Mandy Krause ein wenig alt aussehen.

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Solter kann in Neustadt keiner folgen (Ranking Nr. 11)

Allein auf weiter Spur: Andreas Solter hat die erste Runde in Neustadt absolviert. Foto: Fettback

Allein auf weiter Spur: Andreas Solter hat die erste Runde in Neustadt absolviert. Foto: Fettback

Wenn ein neues Kapitel von der Einsamkeit des Langstreckenläufers zu schreiben wäre, dann könnte Andreas Solter etwas dazu beisteuern. Beim 7. Neustädter Stadtlauf kam nach dem Mann im gelben Trikot des LAC Langenhagen lange nichts. Dass er über die zehn Kilometer nicht ganz aus dem Blickfeld der Konkurrenz verschwand, hatte letztlich damit zu tun, dass zur Hälfte des Rennens eine Runde im TSV-Stadion gedreht werden musste, ehe es zurück auf die Straße ging – ein Hoffnungsschimmer für die Verfolger. Heran an Solter kamen sie bei drückender Hitze trotzdem nicht – der lief sein flottes Tempo durch bis zum Schluss.

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Neue Sportbücher (2)

Wie Schmerzen besiegt werden können

Dann gehen wir aus gegebenem Anlass doch gleich mal ans Eingemachte. Die rechte Achillessehne hat sich nach Bergaufläufen vor ein paar Tagen schmerzhaft in Erinnerung gebracht. Was sagt Paul Hobrough dazu? Eine ganze Menge, in dem speziellen Fall auf acht Seiten auf den Punkt gebracht. Mit der (gewiss nicht neuen) Erkenntnis, die ein Läufer gar nicht gern hört: Das wird dauern. Trotzdem bleiben wir dran, der Mann weiß schließlich, wovon er schreibt. Und das nicht nur in der lesenswerten Passage über Achillessehnenbeschwerden und ihre Heilung.

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Neue Sportbücher (1)

Comeback im Kriechtempo

Der Altwarmbüchener See also, guck an! Ein Ort, um das Laufen neu zu entdecken. Und dafür kann schon eine einzige Runde ausreichen – jedenfalls für Ronald Reng. Es ist ein innerer Jubelschrei, den er nach den 3,6 Kilometern ausstößt. Sechster Platz beim ersten Start bei einem Volkslauf, darüber darf man sich gewiss freuen. Auch wenn es dafür keinen Pokal gibt, geschweige denn eine Medaille. Reng, Kolumnist der HAZ und als Autor sportinteressierten Lesern aufgrund seiner Publikationen rund um den Fußball bestens bekannt, reagiert euphorisch. So, als habe er etwas Wichtiges wiedergefunden, das ihm über die Jahre abhanden gekommen war: „Ich kann wieder laufen“, frohlockt er.

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Nach dem Marathon-Wochenende: Cool bleiben

Der Autor während seines Laufs am Aegi. Foto: Clemens Heidrich

Und dann war da dieser junge Mann am Ende der Friesenstraße. Abseits vom allgemeinen Trubel an der Strecke, im schwarzen T-Shirt, mit einem Schild in der Hand. „Cool bleiben“ – so seine Botschaft an die vorbeihuschenden Läufer. Netter Versuch bei gemessenen 22, gefühlt jedoch 30 Grad Celsius.

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Hannover-Marathon: So lief es bei der HAZ-Laufgruppe

Die HAZ-Laufgruppe nach dem Zieleinlauf. Foto: Pingpank

Gut, wenn man so einen Laufpartner an seiner Seite hat. Denn so kann kaum etwas schiefgehen. Annika Heinrich (32) ist zum ersten Mal in ihrem Leben zu einem Halbmarathon angetreten. Ihr Mann Dennis (38) hatte ihr den Startplatz zum Geburtstag geschenkt – und seine Liebste in der Vorbereitung auf den 8. April mit Rat und Tat unterstützt, sodass das Debüt zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde. „Es hat mir großen Spaß gemacht trotz der Hitze“, sagt Annika. „Und spannend war es auch.“ Sonst habe sie immer am Rand der Strecke gestanden, um ihren Dennis anzufeuern. Diesmal sei sie mittendrin gewesen im bunten Feld und habe das Laufspektakel aus einer neuen Perspektive erlebt. Und konnte es genießen, als ihr Mann beim Zieleinlauf am Neuen Rathaus ihr zujubelte.

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Hannover-Marathon: Fate Tola ist bereit fürs Laufspektakel

Gilbert Kipruto Kirwa , Stefanie Eichel, Fate Tola und Nicolas Kiefer (v.li.). Foto: Petrow

Nur gut, dass sie am Sonntag nicht singen oder reden muss. Als Fate Tola am Donnerstagabend in Hannover landete, wo sie 8. April ihren Vorjahreserfolg auf der Marathonstrecke wiederholen möchte, fehlte ihr die Stimme. Die hatte sie im Flugzeug gelassen, auf dem Rückflug von Addis Abeba, wo sich die 30-Jährige seit Januar auf ihren ersten Wettkampf des Jahres vorbereitet hatte. Ein Nebeneffekt der Klimaanlage an Bord. Wichtiger ist, dass Tola aus dem Trainingslager offenkundig die nötige Form für eine erneute Klasseleistung mitgebracht hat. Heiserkeit hin oder her. „Ich fühle mich sehr gut“, sagte sie. „Gucken wir mal.“

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HAZ-Vorbereitungsgruppe: Dieter Geyer – der „Leuchtturm“ vom Benther Berg

Dieter Geyer. Foto: Kutter

Wenn sich am Sonntag um Punkt 9 Uhr an die 3000 Marathonläufer am Friedrichswall in Bewegung setzen, wird Dieter Geyer inmitten des farbenfrohen Gewusels nicht zu übersehen sein. Nicht, weil er vorneweg rennen oder besonders originell gekleidet sein wird. Zwei Meter über seinem Kopf wird die ganze Zeit ein großer knallgelber Ballon schweben, den er mithilfe einer Leine hinter sich herziehen wird. Ein Blickfang, der auf andere Läufer Jahr für Jahr wie ein Magnet wirkt. 20 bis 30 Sportler, meint Geyer, werden sich ihm auf den 42,195 Kilometern an die Fersen heften. „Am besten die ganze Zeit bis ins Ziel“, sagt der Mann aus Velber, „das wäre für mich eine schöne Belohnung.“ Und es würde ihm diesen speziellen Tag zusätzlich verschönen. Der 62-Jährige, der erst als Mittvierziger das Laufen für sich entdeckte, tritt am 8. April zu seinem 75. Marathon an; seit zehn Jahren ist er Teil der Vorbereitungsgruppe der HAZ und damit gewissermaßen ein Gründungsmitglied.

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HAZ-Laufgruppe: Neue Ziele für den 8. April

Die HAZ-Laufgruppe beim letzten gemeinsamem Lauf vor dem Marathon-Wochenende. Foto: Kutter

Aller guten Dinge waren zehn – jedenfalls für die Mitglieder der HAZ-Vorbereitungsgruppe. Zum letzten Mal trafen sich am Karsonnabend die Freizeitsportler, die sich seit Ende Oktober 2017 gemeinsam für ihren Start beim Hannover-Marathon in Form bringen. Ein abschließender Test, ehe es ernst wird am 8. April. Weiterlesen

HAZ-Vorbereitungsgruppe: Kontrastprogramm in Zielnähe

Startschuss zum 10-Kilometer-Lauf beim Deister-Marathon. Foto: Heinrich

Da haben die sechs wohl alles richtig gemacht. Am Sonntag sind Silke Bartels, Katja Eggers, Maike Kaschorek, Maria Luise Kluge, Tinna Pedersen und Ines Severloh in Palma de Mallorca zum Wettkampf angetreten. Bei Temperaturen um die 14 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein – ideale Bedingungen also für das Frauen-Sextett aus der HAZ-Vorbereitungsgruppe, das Kurs nimmt auf den Hannover-Marathon in drei Wochen. Andere, mit denen die sechs in Hannover sonst beim Training gemeinsam ihre Runde drehen, hatten es nicht so gut. Am Vortag traten 29 HAZ-Läufer in Springe an. Was eigentlich ein Formtest werden sollte, geriet zu einer eiskalten Willensprüfung. Durchhalten und ankommen – nichts anderes zählte bei minus 6 Grad (gefühlt deutlich unter minus 10 aufgrund des stürmischen Ostwindes) und zum Teil spiegelglatter Strecke.

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