Archiv des Autors: Norbert Fettback

Über Norbert Fettback

Norbert Fettback hat als Sportredakteur der HAZ die Fußballer von Hannover 96 rund 25 Jahre lang durch dick und dünn begleitet. Erst mit 50 entdeckte er für sich selbst das Laufen - auch um mehr als 40 überflüssige Pfunde loszuwerden. Nach der Premiere in New York (2005) absolvierte er Marathons unter anderem in Berlin, Chicago, Wien und Boston. Aufgrund diverser Verletzungen hat er sich bei der Wahl der Streckenlänge inzwischen mit dem Motto angefreundet: je kürzer desto besser.

Neue Bücher übers Laufen (2)

Der Kopf rennt mit

Zum Geburtstag gibt es mitunter ausgefallene Geschenke. So mancher erfüllt sich aus diesem Anlass selbst einen nicht alltäglichen Wunsch. So wie Michele Ufer: Er machte sich, als er 39 wurde, auf zu einem Lauf durch die Atacama-Wüste in Chile. Ein Etappenrennen über 250 Kilometer in bis zu 3500 Meter Höhe in der wohl trockensten Region der Welt. Zuvor war er nie mehr als 29 Kilometer am Stück gelaufen, hatte noch nie einen Wettkampf bestritten. Nicht minder bemerkenswert: Seine Vorbereitungszeit auf dieses Abenteuer betrug weniger als vier Monate. Hinterher schwärmte Ufer vom schönsten Geburtstag, den er je gehabt habe. Mit der Krönung, als absoluter Neuling nur sechs anderen den Vortritt gelassen zu haben.

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Neue Bücher übers Laufen

Sieger über sich selbst

Es hat zweifellos dieser Erfahrung bedurft, um dieses Buch zu schreiben: eines, das von stolzen Triumphen berichtet, vor allem aber vom Sieg über sich selbst. Gary Dudney, in den USA bekannt als Kolumnist und als Läufer, der mehr als 200 Marathon- und Ultramarathonrennen beendet hat, macht sein Scheitern beim berühmt-berüchtigten Leadville Trail zum Ausgangspunkt jener Überlegungen, die ihn stark werden ließen im Kampf gegen die zahlreichen Widrigkeiten extremer Herausforderungen. Nach 90 der insgesamt 100 Meilen (das sind rund 160 Kilometer) gab Dudney im Jahr 2002 bei seinem Debüt in den Rocky Mountains auf. Bis auf 3000 Meter in der Höhe hatte er sich zuvor zu Fuß heraufgequält, hatte versucht, auch in der Einsamkeit der Nacht dem Gebirge und der Kälte zu trotzen. Letztlich fragte er sich, desillusioniert und von Krämpfen geplagt im Auto sitzend: Warum mache ich das?

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Finale im Besenwagen

Da war die Welt noch in Ordnung: Norbert Fettback in der Startzone auf dem Friedrichswall in Hannover. Foto: Stünkel

Es hätte so ein schöner Tag werden können. Und ein Radrennen, an das man sich später gern erinnert. Weil alles stimmte: klasse Organisation mit dem nötigen Improvisationsvermögen der Veranstalter, sodass beim ProAm-Jedermanntag nichts baden ging im Hochwasser der Leine, dazu tolle Stimmung am Friedrichswall und in den Dörfern an der Strecke, gefühlt genug Trainingskilometer in den Beinen. Da kann doch eigentlich nichts schiefgehen.

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Neue Er/fahr/ungen

Proberunde vorm Neuen Rathaus: Norbert Fettback steigt am 30. Juli in Hannover aufs Rennrad um – zu seinem ersten Wettkampf in dieser Sportart. Foto: Axel HeiseOb es wohl gut ausgeht? Ein paar Tage noch, dann wird es ernst. Am 30. Juli startet das ProAm-Jedermannrennen in Hannover – 114 Kilometer durch das südliche Umland stehen an. Routinierte Radsportler bewältigen so etwas mit links. Oder auf einer A…backe, wie der Volksmund sagt. Aber einer wie ich, der sich bislang nur bei Laufwettkämpfen versucht hat? Das bevorstehende Debüt hat beim Neuling im Vorfeld manche Frage aufgeworfen – und im Rennradsattel für neue Erfahrungen gesorgt, was wörtlich genommen werden kann. Was haben die vergangenen Wochen denn so gebracht beim Wechsel der Sportart?

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Behördenmarathon: Finanzamt jagt die Polizei

Startschuss zum Behördenmarathon.
Foto: Villegas

Auch ein selbst ernannter Sportrentner, der nach eigenen Worten „keine Lust mehr aufs Laufen hat“, kann sich und anderen durchaus das Gegenteil beweisen. „Mein Chef hat gesagt, wir müssen das hier mal wieder gewinnen“, berichtet Sören Ludolph kurz vor dem Start zum 18. Niedersächsischen Behördenmarathon. Gut zweieinhalb Stunden später ist der Auftrag erledigt: Ludolphs Siebener-Staffel von der Polizeidirektion Hannover feiert nach den sieben Runden um den Maschsee ihren Sieg. Die Konkurrenz von der Polizeiakademie Niedersachsen (in 2:35:37 Stunden nach grandioser Aufholjagd zum Schluss 19 Sekunden später im Ziel) und vom Leichtathletikverband (1:16 Minuten zurück) darf zum Sieg gratulieren.

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Döhrener Abendlauf: Mewes‘ zwölfter Streich (Ranking Nr. 13)

Auf dem Weg zum 12. Sieg in dieser Saison: Gwendolyn Mewes. Foto: Fettback

Die Hitze machte vielen der 375 Starter arg zu schaffen, abzulesen war das nicht nur an den Gesichtern der Sportler, sondern auch an den Zielzeiten bei der Hatz durch die Masch.

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Läufer auf Abwegen

Startklar in Laatzen: Volker Krell (re.) und Norbert Fettback.

Dies könnte auch eine Leidensgeschichte sein. Eine, die von der ein halbes Jahr dauernden Laufpause im Jahr 2016 handelt, weil die rechte Achillessehne permanent auf Schmerz programmiert war. Und davon, dass – als die Sache endlich ausgestanden war – das nächste Unheil prompt seinen Lauf nahm: Bandscheibenvorfall an Weihnachten. Eine schöne Bescherung, vielen Dank auch, lieber Rücken. Verbunden wenig später mit der dringenden ärztlichen Empfehlung, das Laufen mindestens acht Wochen sein zu lassen.

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HAZ-Laufgruppe: „Nach einem Küsschen läuft es sich gleich besser“

Foto: Michael Wallmüller

Einen Plan B braucht Regine Löhr-Schulz an diesem Tag nicht. „Es hätte nicht besser laufen können“, sagt sie nach ihrer Marathonpremiere. „Ich bin vollauf zufrieden.“ Aus  ihren Worten spricht nicht nur der Stolz, es geschafft zu haben, sondern das auch noch in einer Zeit, die sie kaum für möglich gehalten hätte. „Vorgenommen hatte ich mir, unter 4:30 Stunden zu bleiben“, sagt die Ärztin. In der Ergebnisliste steht hinter ihrem Namen nun eine 4:18 – wenn das kein Grund zum Feiern ist! „Wir werden heute noch fein essen gehen“, sagt sie. „Doch jetzt nehme ich zu Hause erst mal ein schönes Bad.“

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Hannover-Marathon: Garantien von ganz oben

FOTO: Florian Petrow

Das passte! Zum Teilnehmerrekord – bislang offiziell 21.349 Starter für die insgesamt neun Wettbewerbe des proppevollen Laufwochenendes – gab es am Freitag kurz vor 14 Uhr eine rekordverdächtige Schlange. An die 250 Meter lang, sie reichte sie bis hinter die Treppe des Neuen Rathauses bis zum Eingang der Marathonmesse, die zu diesem Zeitpunkt noch geschlossen war.

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HAZ-Laufgruppe: Auf der Zielgeraden

Der große Tag ist nicht mehr fern. Seit November haben sich die Mitglieder der HAZ-Vorbereitungsgruppe für den 9. April in Form gebracht. Ob Marathon oder Halbmarathon: Am kommenden Sonntag wird sich zeigen, ob das Training gefruchtet hat und sportliche Wünsche in Erfüllung gehen. Fünf Läuferinnen und Läufern aus der Gruppe geben Einblicke, wie es bei ihnen bisher gelaufen ist.

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