Archiv des Autors: Norbert Fettback

Über Norbert Fettback

Norbert Fettback hat als Sportredakteur der HAZ die Fußballer von Hannover 96 rund 25 Jahre lang durch dick und dünn begleitet. Erst mit 50 entdeckte er für sich selbst das Laufen - auch um mehr als 40 überflüssige Pfunde loszuwerden. Nach der Premiere in New York (2005) absolvierte er Marathons unter anderem in Berlin, Chicago, Wien und Boston. Aufgrund diverser Verletzungen hat er sich bei der Wahl der Streckenlänge inzwischen mit dem Motto angefreundet: je kürzer desto besser.

HAZ-Vorbereitungsgruppe: Dieter Geyer – der „Leuchtturm“ vom Benther Berg

Dieter Geyer. Foto: Kutter

Wenn sich am Sonntag um Punkt 9 Uhr an die 3000 Marathonläufer am Friedrichswall in Bewegung setzen, wird Dieter Geyer inmitten des farbenfrohen Gewusels nicht zu übersehen sein. Nicht, weil er vorneweg rennen oder besonders originell gekleidet sein wird. Zwei Meter über seinem Kopf wird die ganze Zeit ein großer knallgelber Ballon schweben, den er mithilfe einer Leine hinter sich herziehen wird. Ein Blickfang, der auf andere Läufer Jahr für Jahr wie ein Magnet wirkt. 20 bis 30 Sportler, meint Geyer, werden sich ihm auf den 42,195 Kilometern an die Fersen heften. „Am besten die ganze Zeit bis ins Ziel“, sagt der Mann aus Velber, „das wäre für mich eine schöne Belohnung.“ Und es würde ihm diesen speziellen Tag zusätzlich verschönen. Der 62-Jährige, der erst als Mittvierziger das Laufen für sich entdeckte, tritt am 8. April zu seinem 75. Marathon an; seit zehn Jahren ist er Teil der Vorbereitungsgruppe der HAZ und damit gewissermaßen ein Gründungsmitglied.

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HAZ-Laufgruppe: Neue Ziele für den 8. April

Die HAZ-Laufgruppe beim letzten gemeinsamem Lauf vor dem Marathon-Wochenende. Foto: Kutter

Aller guten Dinge waren zehn – jedenfalls für die Mitglieder der HAZ-Vorbereitungsgruppe. Zum letzten Mal trafen sich am Karsonnabend die Freizeitsportler, die sich seit Ende Oktober 2017 gemeinsam für ihren Start beim Hannover-Marathon in Form bringen. Ein abschließender Test, ehe es ernst wird am 8. April. Weiterlesen

HAZ-Vorbereitungsgruppe: Kontrastprogramm in Zielnähe

Startschuss zum 10-Kilometer-Lauf beim Deister-Marathon. Foto: Heinrich

Da haben die sechs wohl alles richtig gemacht. Am Sonntag sind Silke Bartels, Katja Eggers, Maike Kaschorek, Maria Luise Kluge, Tinna Pedersen und Ines Severloh in Palma de Mallorca zum Wettkampf angetreten. Bei Temperaturen um die 14 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein – ideale Bedingungen also für das Frauen-Sextett aus der HAZ-Vorbereitungsgruppe, das Kurs nimmt auf den Hannover-Marathon in drei Wochen. Andere, mit denen die sechs in Hannover sonst beim Training gemeinsam ihre Runde drehen, hatten es nicht so gut. Am Vortag traten 29 HAZ-Läufer in Springe an. Was eigentlich ein Formtest werden sollte, geriet zu einer eiskalten Willensprüfung. Durchhalten und ankommen – nichts anderes zählte bei minus 6 Grad (gefühlt deutlich unter minus 10 aufgrund des stürmischen Ostwindes) und zum Teil spiegelglatter Strecke.

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Hannover-Marathon auf Rekordkurs

Jan Raphael und Christian Haupt (v.li.). Foto: Sielski

Für halbe Sachen sind beide normalerweise nicht zu haben, sonst hätte es in den vergangenen Jahren auch nicht solche Erfolge gegeben. Am 8. April wird das anders sein: Dann werden sich Jan Raphael (38) und Christian Haupt (37), die als Langdistanz-Triathleten auch international Beachtliches vorweisen können, brüderlich einen Marathon teilen – als Staffel-Duo. „Wir mussten nicht lange überlegen, als wir gefragt wurden, und wir freuen uns schon sehr darauf“, sagte Haupt. Für den Alt- und den Neuprofi ist das jeweils eine bessere Trainingseinheit. Am Ende soll eine Zeit „um 2:25 bis 2:30 Stunden“ (Raphael) herauskommen, „ohne dass wir uns auspowern“. Ob es beide auch auf der Rechnung haben, dass sie damit wohl Staffel-Sieger 2018 wären? Weiterlesen

HAZ-Vorbereitungsgruppe: Rund ums Steinhuder Meer

Mehr als 100 Läufer in verschiedenen Tempogruppen machten sich von Hagenburg aus auf den Weg rund um den gefrorenen See. Foto: Gabriele Schulte und Wolfgang Ratsch

Den Rundweg ums Steinhuder Meer, durch pittoreske Moore und Birkenwäldchen, kennen viele allenfalls von einer Radtour. Auch für Peer Seef ist es das erste Mal, dass er die kompletten 31 Kilometer statt auf dem Rennrad im Laufschritt absolviert. Der Tierarzt aus Ronnenberg trainiert für seinen ersten Marathon, am 8. April in Hannover. „Wenn schon, dann gleich in die Vollen“, hat sich der 44-Jährige gesagt, als er sich im Herbst für die HAZ-Vorbereitungsgruppe bei Trainer Markus Pingpank angemeldet hat, ohne viel Lauferfahrung zu haben. Das Training lief seitdem so gut, dass Peer Seef auch die Runde um Steinhuder Meer „ganz optimistisch“ angeht.

Mit ihm machen sich an diesem Sonntagmorgen mehr als 100 Läufer in verschiedenen Tempogruppen von Hagenburg aus auf den Weg rund um den gefrorenen See – außer der HAZ-Gruppe auch andere, die von Markus Pingpank trainiert wurden beziehungsweise werden. Wohl alle sind froh, dass das Thermometer auf immerhin minus zwei Grad geklettert ist, die Sonne durch die Wolken lugt und der Ostwind nicht allzu scharf ist. „Noch nie hatte ich im Vorfeld so viele Anfragen, ob der Lauf wirklich stattfindet“, sagt Pingpank, der die Steinhuder-Meer-Umrundung jedes Jahr im März organisiert. Die Eiseskälte der Vortage und mögliche Glättegefahr hätten etliche umgetrieben. Aber spätestens nach den ersten Kilometern sind die Bedenken verflogen.

Schon nach 13,5 Kilometern wartet bei der Jugendherberge Mardorf die erste von zwei Getränkestationen. „Das ist neben der tollen Landschaft mit das Schöne an diesem Lauf, dass man die Verpflegung hat“, sagt Silke Pingpank. Sie führt an diesem Tag von Mardorf aus eine Gruppe an, die in Hannover am 8. April den Halbmarathon laufen will – da reicht zur Vorbereitung nun die Teilstrecke von 17,5 Kilometern. Einige, wie die 23 Jahre alte Laura Reimer und ihre Mutter Nicole, absolvieren stattdessen ab Hagenburg knapp 25 Kilometer und lassen sich bei Steinhude von Familienmitgliedern abholen. Bei Kilometer 23,5 gibt es noch mal Tee, „Iso“ und zusätzlich Müsliriegel. An diesem Verpflegungsstand schenkt Hannover-Marathon-Organisatorin Stefanie Eichel die Getränke ein, wie schon oft in den Vorjahren steht ihr Vater ihr dabei zur Seite.

Für die Laufgruppen geht es mit Blick auf Sonntagsspaziergänger, Schlittschuhläufer und Eissegler weiter Richtung Hagenburg zurück zum Start. Manche haben mittlerweile das Plaudern eingestellt, weil es für sie nun doch anstrengender wird. Andere geben auf den letzten Kilometern noch einmal Gas.

Im Ziel macht sich große Zufriedenheit breit. Angesichts der noch um einige Grad angestiegenen Temperaturen wird von der Meerrunde als „Lauf in den Frühling“ geschwärmt. Peer Seetz, der im Tempo von fünf Minuten pro Kilometer mit am schnellsten unterwegs war, freut sich schon auf das nächste „Highlight“, den Springe-Deister-Marathon am 17. März. Da will er, wie viele aus der HAZ-Gruppe, „den Halben“ laufen und damit der Vorbereitung für den Hannover-Marathon noch einmal richtig Schliff geben.

Von Gabriele Schulte

HAZ-Vorbereitungsgruppe: Doppelte Lauffreude

„Allein laufen macht nur halb so viel Spaß“: Juliane Pach und Mike Voland. Foto: Fettback

Es gibt Läufer, die es genießen, auf langen Trainingsrunden allein richtig zur Ruhe zu kommen. Andere ziehen Gesellschaft vor – gern die des eigenen Partners. So finden sich in der HAZ-Laufgruppe, die sich mit Trainer Markus Pingpank auf den Marathon oder Halbmarathon am 8. April in Hannover vorbereitet, auch diesmal mehrere Paare, die ihr Hobby auf besondere Weise verbindet.

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HAZ-Laufgruppe: Neustart für Seriensieger Oppermann

„Ich will es nicht mehr übertreiben“: Detlef Oppermann hat mit 65 dazugelernt. Foto: Fettback

Früher hätte es das nicht gegeben. Aber früher war auch vieles anders bei Detlef Oppermann, dem begeisterten Hobbyläufer aus Lehrte. Da hat er so gut wie nichts ausgelassen, war „von Pontius zu Pilatus“ unterwegs gewesen, wie er sagt, um es jährlich auf bis zu 75 Wettkämpfe zu bringen. Dass 2018 schon dreimal Punkte für das HAZ-Ranking verteilt worden sind, ohne dass der 65-Jährige auch nur einmal zu einem dieser Läufe angetreten ist – ein Novum für den früheren Seriensieger.

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HAZ-Vorbereitungsgruppe: Es läuft nach Plan

Nach Trainingsplan ans Ziel: Annika Heinrich, Markus Pingpank und Henning Wilke. Foto: Fettback

Seit dem vorigen Herbst hat Henning Wilke ein Problem, das es so vorher nicht gab. Keines, das man nicht ausräumen kann – das familiär aber „schon zu Terminkonflikten führt“, wie der 30-Jährige sagt. Wenn ihn seine Frau fragt, was man nach der Arbeit oder am Sonnabend zusammen unternehmen könne, macht sich bei ihm neuerdings eine gewisse Verlegenheit breit. Sich wiederholende, um Verständnis bittende Antworten wie „Ich muss laufen gehen“ oder „Um 9 Uhr ist doch wieder die HAZ-Gruppe an der Reihe“ inklusive. Hilft ja nichts: Der Garbsener hat ein Ziel, das er mit Konsequenz angeht.Und das erstmals nach Plan.
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Silvesterlauf: Neue Gesichter – neue Rekorde

Strahlende Siegerin: Fate Tola. Foto: Florian Petrow

Beim Start stand sie ganz weit außen in der ersten Reihe und wirkte beinahe ein wenig schüchtern, nach den 5,8 Kilometern war Fate Tola mittendrin im Geschehen. Für ihren deutlichen und durchaus zu erwartenden Sieg in 20:18 Minuten beim Silvesterlauf rund um den Maschsee holte sich die 30-Jährige auf dem Podium viel Beifall ab. Vom 1. Januar an läuft Tola im Trikot von Hannover Athletics; dass ihr Erfolg bei ihrer Premiere am Maschsee ihrem alten Verein LG Braunschweig gutgeschrieben wurde, ist dann reine Formsache. „Ich freue mich sehr, ab morgen Hannoveranerin zu sein“, sagte Tola bei der Siegerehrung mit einem Lächeln im Gesicht, das diese Aussage noch bekräftigte.

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Silber ist für Svenja Pingpank nicht alles

Svenja Pingpank (rechts) von Hannover Athletics ist mit Teamsilber von der Cross-EM zusammen mit Vera Coutellier, Alina Reh, Konstanze Klosterhalfen und Anna Gehring (v.l.) zurückgekehrt. Foto: DLV

Svenja Pingpank (rechts) von Hannover Athletics ist mit Teamsilber von der Cross-EM zusammen mit Vera Coutellier, Alina Reh, Konstanze Klosterhalfen und Anna Gehring (v.l.) zurückgekehrt. Foto: DLV

Jubeln konnte sie trotzdem. Als eine von fünf Läuferinnen komplettierte Svenja Pingpank von Hannover Athletics das deutsche U23-Frauenteam, das bei der Cross-Europameisterschaft in Samorin (Slowakei) zur Silbermedaille lief. Maßgeblich dafür waren die Plätze 1 und 2 durch die überragenden Alina Reh (SSV Ulm, 20:21 Minuten) und Konstanze Klosterhalfen (Bayer Leverkusen, 20:24), die das 63 Starterinnen zählende Feld über die 6180 Meter lange Distanz dominierten. Anna Gehring (SC Itzehoe) als Zwölfte (21:27) machte das gute Mannschaftsresultat komplett. Über die einzige deutsche Teammedaille in Samorin konnten sich schließlich auch Vera Coutellier (ASV Köln, 20. in 21:47) und Svenja Pingpank (46. in 22:31) freuen, die mit aufs Podest durften und ebenfalls mit Silber ausgezeichnet wurden.  Ein versöhnliches Saisonende für die 21-Jährige aus Barsinghausen bei ihrem ersten Start bei einer internationalen Meisterschaft.

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