Archiv der Kategorie: Allgemein

„Laufpass“ 2017: Es geht wieder los

Die Zahlen sind beeindruckend: 53.096 Sportler haben im vergangenen Jahr an den 40 „Laufpass“-Wertungsläufen teilgenommen, so viele wie nie zuvor. Auch wenn es keine offizielle Statistik gibt: Die Laufserie, die von der Region Hannover und der Sparkasse unterstützt wird, bleibt damit die wohl größte ihrer Art in Deutschland.

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Jetzt anmelden: Mit der HAZ fit für den Hannover-Marathon

Die Teilnehmer der HAZ-Laufgruppe 2016. Foto: Lobback

Die Teilnehmer der HAZ-Laufgruppe 2016. Foto: Lobback

Eine eindrucksvolle Bilanz: Etwa 100 Läufer hatten sich im vergangenen Jahr zum gemeinsamen Training mit Markus Pingpank in der HAZ-Vorbereitungsgruppe angemeldet, um sich für den HAJ-Marathon fit zu machen. 85 präsentierten schließlich im April stolz ihre Medaillen, nachdem sie die vollen 42,195 Kilometer, die Halbmarathondistanz oder die zehn Kilometer bewältigt hatten. Die Mehrzahl der Teilnehmer schaffte sogar, angefeuert von Freunden, der Familie und Tausenden Zuschauern, persönliche Bestzeiten.

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Lesenswertes für Läufer (2)

Spaß schlägt Ehrgeiz

Nun ist nicht unbedingt gesagt, dass die Marathonrennen bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro für einen Laufboom hierzulande sorgen. Auch wenn sich Anja Scherl, Philipp Pflieger und Julian Flügel ihren Möglichkeiten entsprechend ordentlich aus der Affäre gezogen haben, laufen die Deutschen auch in dieser Disziplin international der Spitze kilometerweit hinterher. Doch sind Medaillen alles? Zählt nicht etwas anderes, wenn man sich dazu durchringt, die Laufschuhe überhaupt einmal anzuziehen, um sich in diesem Metier zu versuchen? Und das ohne falschen Ehrgeiz, ohne überzogene Ziele – die 42,195 Kilometer nicht mal im Hinterkopf.

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Lesenswertes für Läufer (1)

Ein Trainingsplan für den Kopf

Nun muss Angela Merkel auch noch dafür herhalten, Läufern Beine zu machen. Ob die viel beschäftigte Politikerin von dieser Rolle weiß? Sie, die im Winter auf Langlaufskiern eine mehr oder minder gute Figur macht, dient Michele Ufer in seinem Buch „Mentaltraining für Läufer“ für ein weiterführendes Gedankenspiel. In dem Fall geht es um den Versuch, den Kopf von einer Sache frei zu halten, die einen ausbremst statt zu beflügeln. „Denk jetzt nicht an Bundeskanzlerin Angela Merkel im pinken Bademantel“, fordert er den Leser auf. Gesagt, getan. Erreicht werde jedoch das Gegenteil: Der Versuch, das Gehirn nicht mkit diesem Gedankengang zu konfrontieren, führe genau zu dieser Vorstellung. Ufer schlussfolgert: „Eine Sprache, die auf Fehler fokussiert, führt uns zu den Ergebnissen, die wir eigentlich vermeiden wollen.“ Eine Quintessenz: Grübele nicht unnötig wegen dieses und jenes Problems, habe Spaß und sei unbekümmert!

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Bothfelder entdecken Bornholm

Nun ist es nicht so, dass zum Sommerurlaub auf einer Ostseeinsel ausschließlich Bikini oder Badehose ins Reisegepäck gehören, wenn es sportlich zugehen soll. Gwendolyn Mewes und Jörg Kleinholz-Mewes aus Hannover haben bei ihrem Abstecher nach Bornholm auf ihre Laufsachen nicht verzichtet. Ohne diese wären es für das Lehrerehepaar auch keine richtigen Ferien. Immer schön in Bewegung bleiben, am besten fünf Tage am Stück – wie vom 25. bis 29. Juli bei der „Etape Bornholm“, dem wohl abwechslungsreichsten Volkslauf in ganz Dänemark. Sand, Wald, Berge, flaches Gelände – auf der östlichsten Insel des Landes fehlt nichts davon. „Ein tolles Event“, sagt Gwendolyn Mewes, die sich am Ende der insgesamt 42,1 Kilometer nach 2:48 Stunden über den siebten Platz in der Frauenwertung freuen konnte.

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Stille auf der Tartanbahn

Alexander Bley beim 1500-Meter-Rennen in Osterode, wo er 3:53,29 Minuten lief.

Alexander Bley beim 1500-Meter-Rennen in Osterode, das er nach 3:53,29 Minuten beendete.

Diese Stille! Dabei machen die Zuschauer im Stadion so viel Krach, dass andere sich die Ohren zuhalten möchten. Ein Szenario, auf das sich Alexander Bley immer wieder einstellen muss. Auch in den nächsten Tagen: Vom 25. Juni bis 3. Juli treffen sich im bulgarischen Stara Zagora Leichtathleten zu ihrer Weltmeisterschaft. Es ist das Championat der Gehörlosen. Und für Bley, den schnellen Mittelstreckler aus Hannover, eine besondere Herausforderung.

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Hannover-Marathon: Bereit für die nächsten Rekorde

Anna (links) und Lisa Hahner mit Lusapho April. Foto: Petrow

Anna (links) und Lisa Hahner mit Lusapho April. Foto: Petrow

Es  war eines der am häufigsten gebrauchten Wörter auf der abschließenden Pressekonferenz. Zwei Tage, bevor es ernst wird auf Hannovers Straßen, war immer wieder von Rekorden die Rede. Einen haben die Veranstalter mit 20 196 Startzusagen schon im Sack; da kann kommen, was will. Bis Sonntag, wenn die Meldeschalter schließen, wird sich diese Zahl sogar noch erhöhen. „Wir kratzen an der Schwelle zu 21 000“, hat Marathon-Chefin Stefanie Eichel 48 Stunden vorher prognostiziert. Das hätte sie sich vor einigen Wochen nicht träumen lassen.

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Lesens- und Sehenswertes für Läufer

Dafür, dieses Buch jetzt hervorzuholen, um sich noch rasch für den Marathon in Hannover in Form zu bringen, ist es zu spät. So etwas zu versprechen wäre eine Mogelpackung, und für so etwas ist ein Herbert Steffny nicht zu haben. Mit 62 Jahren ist der 16-malige deutsche Meister längst auf der 2. Runde seiner Karriere – als Trainer, Autor, TV-Kommentator und Reiseveranstalter. „Das große Laufbuch“, 2004 erstmals erschienen und jetzt in einer 5., erweiterten Auflage auf den neuesten Stand gebracht, ist so etwas wie Steffnys Meisterwerk – und eine Pflichtlektüre für jeden Läufer und solche, die es werden wollen.

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Neue Allianzen beim Hannover-Marathon

Lars Lehnhoff, Jan Raphael, Stefanie Eichel und Markus Pingpank. Foto: Eichels Event

Lars Lehnhoff, Jan Raphael, Stefanie Eichel und Markus Pingpank. Foto: Eichels Event

Ohne Nacht- und-Nebel-Aktion läuft auch dieses Mal nichts. Was dabei herausgekommen ist, wird am 31. März in aller Herrgottsfrühe auf 42 Kilometer Länge zu sehen sein. Dann ist sie auf Pflaster und Asphalt gemalt – die blaue Linie, der ideale Wegweiser für Tausende von Läufern beim 26. Hannover-Marathon. Wer sich danach richtet, der legt mit großer Garantie keinen Meter zu viel zurück. Wichtig ist das speziell für diejenigen, die beim Laufen ihre Uhr am Handgelenk im Blick haben und eine neue Bestzeit anstreben. Da gilt es nichts zu verschenken, jede Sekunde kann am Ende wichtig sein.

Die Malaktion, die am 30. März nach dem Dunkelwerden gegen 22 Uhr am Neuen Rathaus startet und rund fünf Stunden dauern wird, rückt ein Ereignis in den Fokus, das in Hannover durchaus für kontroverse Meinungen sorgt. Die einen können den 10. April kaum erwarten, weil sie dann beim größten Breitensportereignis in Niedersachsen aktiv dabei sein werden. Die anderen, erklärtermaßen dem Laufen weniger zugewandt, schimpfen alle Jahre wieder über Beeinträchtigungen, weil Straßen eine Zeit lang gesperrt oder die Straßenbahnen voller sind als an anderen Sonntagen. Doch würde nicht etwas fehlen, wenn Hannover eine marathonfreie Zone wäre? Die Stadt hat es schon schwer genug, dem vor Jahrzehnten selbst erklärten Anspruch einer Sportstadt gerecht zu werden, was nicht allein mit den derzeit gebeutelten 96-Bundesligafußballern zu tun hat.

Gut, dass das Marathon-Wochenende derart mobil macht, dass bei den Anmeldungen erneut die 20 000er-Marke genommen werden könnte. Beim Kinderlauf, dem sportlichen Farbtupfer am Sonnabend, werden die Startplätze bereits knapp. Sich sputen ist auch bei den Großen angesagt. Etwa bei den Handballern der TSV Hannover-Burgdorf, die sich beim Marathon-Staffelwettbewerb zurückmelden und für die es in der Bundesliga ausgesprochen gut läuft. Linksaußen Lars Lehnhoff hat für das „Recken“-Sextett bereits eine Zeit „unter 3:30 Stunden“ als Ziel ausgegeben; jetzt muss noch die Bestbesetzung gefunden werden.

Deutlich schneller wollen es andere hannoversche Sportler angehen lassen. Die erste Staffel von Hannover Athletics als Titelverteidiger will nach nicht einmal 2:15 Stunden im Ziel sein. Und das ohne Vereinschef Markus Pingpank, der sein eigenes Ding plant: eine Zweierstaffel zusammen mit dem früheren 5000-Meter-Olympiasieger Dieter Baumann. Im Gegensatz zu kürzeren Distanzen haben beide beim Marathon nie wirklich etwas reißen können – jetzt machen sie halbe-halbe, und das mit ordentlichen Erfolgsaussichten. Um die 2:28 Stunden dürfte die Uhr am Friedrichswall für die beiden Senioren anzeigen; Baumann könnte so zusammen mit Anna Hahner über den Zielstrich laufen, der Favoritin im Frauenwettbewerb.

Und auch das gibt es nicht alle Tage: ein Ironman-Sieger als Begleitläufer über die 42 Kilometer. Jan Raphael, Profitriathlet aus Hemmingen, wird am 10. April – ausgerüstet mit einem großen gelben Luftballon – auf Kurs 2:59 Stunden gehen. Für ihn ist das eher ein Trainingslauf; die Gruppe um ihn herum, die schon jetzt viel Zuspruch hat, wird sich dafür ins Zeug legen müssen. „Relativ entspannt“ dürfte das für ihn werden, sagt Raphael vor seinem ersten Marathon ohne Ironman-Startnummer. Am 10. April weiß auch er, wie es ist, immer der blauen Linie zu folgen.