Archiv der Kategorie: Laufen

Lesenswertes für Läufer (1)

Ein Trainingsplan für den Kopf

Nun muss Angela Merkel auch noch dafür herhalten, Läufern Beine zu machen. Ob die viel beschäftigte Politikerin von dieser Rolle weiß? Sie, die im Winter auf Langlaufskiern eine mehr oder minder gute Figur macht, dient Michele Ufer in seinem Buch „Mentaltraining für Läufer“ für ein weiterführendes Gedankenspiel. In dem Fall geht es um den Versuch, den Kopf von einer Sache frei zu halten, die einen ausbremst statt zu beflügeln. „Denk jetzt nicht an Bundeskanzlerin Angela Merkel im pinken Bademantel“, fordert er den Leser auf. Gesagt, getan. Erreicht werde jedoch das Gegenteil: Der Versuch, das Gehirn nicht mkit diesem Gedankengang zu konfrontieren, führe genau zu dieser Vorstellung. Ufer schlussfolgert: „Eine Sprache, die auf Fehler fokussiert, führt uns zu den Ergebnissen, die wir eigentlich vermeiden wollen.“ Eine Quintessenz: Grübele nicht unnötig wegen dieses und jenes Problems, habe Spaß und sei unbekümmert!

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Bothfelder entdecken Bornholm

Nun ist es nicht so, dass zum Sommerurlaub auf einer Ostseeinsel ausschließlich Bikini oder Badehose ins Reisegepäck gehören, wenn es sportlich zugehen soll. Gwendolyn Mewes und Jörg Kleinholz-Mewes aus Hannover haben bei ihrem Abstecher nach Bornholm auf ihre Laufsachen nicht verzichtet. Ohne diese wären es für das Lehrerehepaar auch keine richtigen Ferien. Immer schön in Bewegung bleiben, am besten fünf Tage am Stück – wie vom 25. bis 29. Juli bei der „Etape Bornholm“, dem wohl abwechslungsreichsten Volkslauf in ganz Dänemark. Sand, Wald, Berge, flaches Gelände – auf der östlichsten Insel des Landes fehlt nichts davon. „Ein tolles Event“, sagt Gwendolyn Mewes, die sich am Ende der insgesamt 42,1 Kilometer nach 2:48 Stunden über den siebten Platz in der Frauenwertung freuen konnte.

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Es bleibt bei einmal Silber für Bley

Alexander Bley (Startnummer 57) auf dem Weg ins Ziel .

Alexander Bley (Startnummer 57) auf dem Weg ins Ziel .

Der Ärger über den um knapp dreiZehntelsekunden verpassten Sieg war schnell verflogen. „Die Freude über meine erste WM-Medaille ist riesig“, sagte Alexander Bley. Der 25 Jahre alte Mittelstreckler von Hannover Athletics war bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft der Gehörlosen in Stara Zagora (Bulgarien) über 1500 Meter in 3:54,38 Minuten als Zweiter ins Ziel gekommen. Schneller war nur der Japaner Yuya Morimitsu (3:54,11), der auf den letzten Metern seine Spurtqualitäten ausspielte und noch an Bley vorbeizog. Der Hannoveraner wiederum gab dem Weißrussen Aliaksandr Charniak (3:54,54) knapp das Nachsehen.

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Stille auf der Tartanbahn

Alexander Bley beim 1500-Meter-Rennen in Osterode, wo er 3:53,29 Minuten lief.

Alexander Bley beim 1500-Meter-Rennen in Osterode, das er nach 3:53,29 Minuten beendete.

Diese Stille! Dabei machen die Zuschauer im Stadion so viel Krach, dass andere sich die Ohren zuhalten möchten. Ein Szenario, auf das sich Alexander Bley immer wieder einstellen muss. Auch in den nächsten Tagen: Vom 25. Juni bis 3. Juli treffen sich im bulgarischen Stara Zagora Leichtathleten zu ihrer Weltmeisterschaft. Es ist das Championat der Gehörlosen. Und für Bley, den schnellen Mittelstreckler aus Hannover, eine besondere Herausforderung.

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Was Lissabon von Hannover lernen kann

Bild vom Startbereich. Foto: Fettback

Bild vom Startbereich. Foto: Fettback

So könnte man ihn sich vorstellen – einen Halbmarathon, der alles hat: Etwa eine Gefällestrecke, auf der die Beine am liebsten alles geben würden. Der Brite Mo Farah lief hier voriges Jahr Europarekord. Dazu ein Start mit New-York-Gefühlen, denn los geht es zusammen mit Zehntausenden auf der Brücke des 25. April, die den Tejo auf drei Kilometern überspannt. Dabei die Skyline von Lissabon vor Augen, die Stadt, in der man sich auch ein halbes Jahr aufhalten könnte, ohne wirklich alles Sehenswerte kennengelernt zu haben. Was will ein Läufer mehr haben?!

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Neue Bücher für Laufbegeisterte

Die Blätter an den Bäumen fallen, selbst der Laufkalender wird von der alljährlichen herbstlichen Magersucht heimgesucht, und die Tage sind inzwischen so kurz, dass auf die Stirnlampe bei der gewohnten Laufrunde nach der Arbeit nicht verzichtet werden kann. Ja, wir Läufer haben es schwer in diesen Wochen, die aber auch eine Chance bieten: Tun wir das, was sonst zu kurz gerät. Trainieren wir mal nicht nur die Muskeln an Waden und Oberschenkeln, sondern diejenigen Körperregionen, die sonst meist zu kurz kommen. Und verlassen wir dabei ruhig mal die gewohnten Pfade.

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„Laufpass“: Alle der Rübe nach

Immer vorne weg: Frank Schumann mit der Rübe auf dem Kopf. Foto: Norbert Fettback

Immer vorne weg: Frank Schumann mit der Rübe auf dem Kopf. Foto: Norbert Fettback

Gefühlt ist an diesem Sonntagvormittag ganz Hiddestorf auf den Beinen. Und nicht nur einer wie Frank Schumann. Der, der an der Möhre an seiner Kopfbedeckung leicht auszumachen ist. Und der auf dem Fahrrad sitzt und mächtig strampeln muss, um den Sportlern beim Rübenlauf den Weg zu weisen. Mitglieder des SV Eintracht, Feuerwehrleute, Sanitäter, die Nachbarn gleich um die Ecke: Hiddestorf macht mobil, wenn die Läufer anrücken, um das Dorf und die Nachbargemeinden schnellen Schrittes zu erobern.

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Raddatz‘ härtestes Rennen

Anhang 1

Alexandra Raddatz mit Martin Grotrian.

Man kann nicht sagen, Alexandra Raddatz wisse nicht, was es heißt, sich so richtig zu verausgaben. Die 34-Jährige läuft mit Begeisterung und in beachtlicher Leistung Marathon (Bestzeit 2:54 Stunden), sie hat auch schon so manchen Triathlon mit Bravour bewältigt. Nun aber hat sie mit dem Transalpine-Run ein Rennen hinter sich gebracht, das ihr so viel abverlangt hat wie kein Wettkampf zuvor. Die Hannoveranerin spricht „vom forderndsten Lauf, den ich jemals absolviert habe“.

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„Laufpass“: Ein Rennen im Tropenwald

Mit der Nummer 357 sichert sich der Bredenbecker Nicolai Riechers kurz nach dem Start eine gute Ausgangsposition. Als Nummer vier der Gesamtwertung kommt er in der Eilenriede ins Ziel. Foto: Abromeit

Mit der Nummer 357 sichert sich der Bredenbecker Nicolai Riechers kurz nach dem Start eine gute Ausgangsposition. Als Nummer vier der Gesamtwertung kommt er in der Eilenriede ins Ziel. Foto: Abromeit

An einem Tag wie diesem stellt sich schon die Sinnfrage. Sollte man, oder sollte man nicht: antreten zu einem Rennen beziehungsweise das Ganze überhaupt starten? Bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Grenze, die einem pures Strandgefühl vermitteln, gibt es bessere und vor allem gesündere Alternativen, als zehn Kilometer durch den Stadtwald zu hetzen. Mehr als 300 Sportler haben das dennoch getan – beim 13. Eilenriede-Straßenlauf, organisiert vom VfL Eintracht Hannover.

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