Archiv der Kategorie: Laufen

Es bleibt bei einmal Silber für Bley

Alexander Bley (Startnummer 57) auf dem Weg ins Ziel .

Alexander Bley (Startnummer 57) auf dem Weg ins Ziel .

Der Ärger über den um knapp dreiZehntelsekunden verpassten Sieg war schnell verflogen. „Die Freude über meine erste WM-Medaille ist riesig“, sagte Alexander Bley. Der 25 Jahre alte Mittelstreckler von Hannover Athletics war bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft der Gehörlosen in Stara Zagora (Bulgarien) über 1500 Meter in 3:54,38 Minuten als Zweiter ins Ziel gekommen. Schneller war nur der Japaner Yuya Morimitsu (3:54,11), der auf den letzten Metern seine Spurtqualitäten ausspielte und noch an Bley vorbeizog. Der Hannoveraner wiederum gab dem Weißrussen Aliaksandr Charniak (3:54,54) knapp das Nachsehen.

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Stille auf der Tartanbahn

Alexander Bley beim 1500-Meter-Rennen in Osterode, wo er 3:53,29 Minuten lief.

Alexander Bley beim 1500-Meter-Rennen in Osterode, das er nach 3:53,29 Minuten beendete.

Diese Stille! Dabei machen die Zuschauer im Stadion so viel Krach, dass andere sich die Ohren zuhalten möchten. Ein Szenario, auf das sich Alexander Bley immer wieder einstellen muss. Auch in den nächsten Tagen: Vom 25. Juni bis 3. Juli treffen sich im bulgarischen Stara Zagora Leichtathleten zu ihrer Weltmeisterschaft. Es ist das Championat der Gehörlosen. Und für Bley, den schnellen Mittelstreckler aus Hannover, eine besondere Herausforderung.

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Was Lissabon von Hannover lernen kann

Bild vom Startbereich. Foto: Fettback

Bild vom Startbereich. Foto: Fettback

So könnte man ihn sich vorstellen – einen Halbmarathon, der alles hat: Etwa eine Gefällestrecke, auf der die Beine am liebsten alles geben würden. Der Brite Mo Farah lief hier voriges Jahr Europarekord. Dazu ein Start mit New-York-Gefühlen, denn los geht es zusammen mit Zehntausenden auf der Brücke des 25. April, die den Tejo auf drei Kilometern überspannt. Dabei die Skyline von Lissabon vor Augen, die Stadt, in der man sich auch ein halbes Jahr aufhalten könnte, ohne wirklich alles Sehenswerte kennengelernt zu haben. Was will ein Läufer mehr haben?!

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Neue Bücher für Laufbegeisterte

Die Blätter an den Bäumen fallen, selbst der Laufkalender wird von der alljährlichen herbstlichen Magersucht heimgesucht, und die Tage sind inzwischen so kurz, dass auf die Stirnlampe bei der gewohnten Laufrunde nach der Arbeit nicht verzichtet werden kann. Ja, wir Läufer haben es schwer in diesen Wochen, die aber auch eine Chance bieten: Tun wir das, was sonst zu kurz gerät. Trainieren wir mal nicht nur die Muskeln an Waden und Oberschenkeln, sondern diejenigen Körperregionen, die sonst meist zu kurz kommen. Und verlassen wir dabei ruhig mal die gewohnten Pfade.

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„Laufpass“: Alle der Rübe nach

Immer vorne weg: Frank Schumann mit der Rübe auf dem Kopf. Foto: Norbert Fettback

Immer vorne weg: Frank Schumann mit der Rübe auf dem Kopf. Foto: Norbert Fettback

Gefühlt ist an diesem Sonntagvormittag ganz Hiddestorf auf den Beinen. Und nicht nur einer wie Frank Schumann. Der, der an der Möhre an seiner Kopfbedeckung leicht auszumachen ist. Und der auf dem Fahrrad sitzt und mächtig strampeln muss, um den Sportlern beim Rübenlauf den Weg zu weisen. Mitglieder des SV Eintracht, Feuerwehrleute, Sanitäter, die Nachbarn gleich um die Ecke: Hiddestorf macht mobil, wenn die Läufer anrücken, um das Dorf und die Nachbargemeinden schnellen Schrittes zu erobern.

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Raddatz‘ härtestes Rennen

Anhang 1

Alexandra Raddatz mit Martin Grotrian.

Man kann nicht sagen, Alexandra Raddatz wisse nicht, was es heißt, sich so richtig zu verausgaben. Die 34-Jährige läuft mit Begeisterung und in beachtlicher Leistung Marathon (Bestzeit 2:54 Stunden), sie hat auch schon so manchen Triathlon mit Bravour bewältigt. Nun aber hat sie mit dem Transalpine-Run ein Rennen hinter sich gebracht, das ihr so viel abverlangt hat wie kein Wettkampf zuvor. Die Hannoveranerin spricht „vom forderndsten Lauf, den ich jemals absolviert habe“.

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„Laufpass“: Ein Rennen im Tropenwald

Mit der Nummer 357 sichert sich der Bredenbecker Nicolai Riechers kurz nach dem Start eine gute Ausgangsposition. Als Nummer vier der Gesamtwertung kommt er in der Eilenriede ins Ziel. Foto: Abromeit

Mit der Nummer 357 sichert sich der Bredenbecker Nicolai Riechers kurz nach dem Start eine gute Ausgangsposition. Als Nummer vier der Gesamtwertung kommt er in der Eilenriede ins Ziel. Foto: Abromeit

An einem Tag wie diesem stellt sich schon die Sinnfrage. Sollte man, oder sollte man nicht: antreten zu einem Rennen beziehungsweise das Ganze überhaupt starten? Bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Grenze, die einem pures Strandgefühl vermitteln, gibt es bessere und vor allem gesündere Alternativen, als zehn Kilometer durch den Stadtwald zu hetzen. Mehr als 300 Sportler haben das dennoch getan – beim 13. Eilenriede-Straßenlauf, organisiert vom VfL Eintracht Hannover.

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Hannover-Marathon 2015: Eine kleine Nachlese

Foto: Nigel Trebelin

Foto: Nigel Trebelin

Die Zahlen sind beeindruckend: Tausende Läufer auf der Strecke, Zehntausende Zuschauer an der Strecke – und drei Stunden live und in Farbe im Fernsehen von der Strecke. Der 25. Hannover-Marathon war Werbung, die sich die Landeshauptstadt besser kaum zu wünschen vermag. Man könnte auch sagen: Die rund 40.000 Laufschuhe, die sich am Sonntag über den Asphalt bewegten, sind zu echten Sympathieträgern geworden – in Hannover und weit darüber hinaus.

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„Laufpass“: Mit dem Herbstlaub fallen Rekorde

Matschige Angelegenheit: Florian Pehrs (r.) und Karsten Meier (2.v.r.) auf der letzten Runde in Bothfeld.        Foto: Stephan Fabig

Matschige Angelegenheit: Florian Pehrs (r.) und Karsten Meier (2.v.r.) auf der letzten Runde in Bothfeld. Foto: Stephan Fabig

Dass sich Dauerregen und schnelle Zeiten nicht ausschließen, hat der 7. Bothfelder Waldlauf gezeigt. Es war es nass und rutschig, trotzdem gab es sieben neue Streckenrekorde. Ein Grund mehr für die Veranstalter von der Leichtathletiksparte des TuS 04, am Ende des Tages zufrieden dreinzuschauen. Auch weil 580 große und kleine Sportler sich von Matsch und Pfützen nicht schrecken ließen. Irgendwie durften sich alle als Sieger fühlen, als sie das Ziel auf der Bezirkssportanlage passierten.

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