Archiv der Kategorie: Wettkämpfe

Döhrener Abendlauf: Traditionen ganz in Familie

Startschuss zum Döhrener Abendlauf. Foto: Fettback

Startschuss zum Döhrener Abendlauf. Foto: Fettback

Nun ist es ja nicht so, dass sich Tradition bei einem Volkslauf allein auf die Zahl reduziert, die vor so einem Rennen auftaucht. Beim Döhrener Abendlauf war es jetzt die 28, darauf müssen andere die Jahre über erst mal kommen. Allein dies zeigt, dass das Rennen im Süden von Hannover einen langen Atem hat und es sich lohnt, sich den ersten Freitag im Juni beizeiten im Kalender vorzumerken, um nichts zu verpassen. Dieses Mal waren es mehr als 850 Freizeitsportler, die beim Abendlauf ins Schwitzen gerieten und ihren Spaß hatten (was auch für die ein, zwei Stunden hinterher auf dem Platz am Klubheim galt), und das trotz sommerlicher Temperaturen, bei denen es eine gute Alternative gewesen wäre, kopfüber in den nahegelegenen Maschsee oder die Ricklinger Kiesteiche zu springen.

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Hannover-Marathon: Hochgefühle am Tiefpunkt

Startschuss zum Marathon in Hannover. Foto: Petrow

Startschuss zum Marathon in Hannover. Foto: Petrow

Zwischen Büttnerstraße und Schützenallee hängen noch ein paar gelb-blaue Schilder an den Bäumen, als seien sie vergessen worden sein; beim Bummel durch die Stadt laufen einem stolze Träger eines Finisher-Shirts über den Weg, und wohl Tausende sind derzeit dabei, sich ihr Erinnerungsfoto vom 8. Mai zu bestellen. Der Hannover-Marathon 2011 ist Geschichte; und das ist so schnell passiert, dass an dieser Stelle noch mal Notiz davon genommen werden soll, um ihn nicht zu rasch in der Ablage verschwinden zu lassen. Das hätte er nicht verdient!

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Boston Marathon: Verflixte 13

Jetzt bleibt sie also liegen, unbenutzt und unbeachtet, und vermutlich wird sie im Altpapier landen zusammen mit anderem Überflüssigen, das am Sonntag im Hynes Convention Center eingesammelt werden wird, statt als Souvenir zu Hause in Hannover einen Ehrenplatz in der kleinen Sammlung besonderer Startnummern zu bekommen. 13 325 – eigentlich eine x-beliebige Zahl, die in dem Fall aber der Freifahrtschein für einen Marathon gewesen wäre, der nicht ist wie jeder andere auf dieser Welt. Nun gibt es dafür kommenden Montag in Boston keine Verwendung; liegt’s vielleicht auch an den ersten beiden Ziffern?

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Marathon Hannover: Schnelle Kenianer und magische Marke

Für den Marathon Hannover liegen bereits über 10.000 Anmeldungen vor. Foto: Florian Petrow

Für den Marathon Hannover liegen bereits über 10.000 Anmeldungen vor. Foto: Florian Petrow

Der Marathon Hannover verspricht in diesem Jahr noch schnellere Rennen. Wie die Veranstalter am Mittwoch mitteilten, haben sie ein schnelles Trio kenianischer Läufer verpflichtet. Neben Peter Kiprotich, der eine Bestzeit von 2:08:49 Stunden vorweisen kann, kommen auch der Commonwealth-Games-Sieger John Kelai (2:09:09) und Philip Biwott (2:10:27) nach Hannover. Allen drei ist zuzutrauen, dass sie den im vergangenen Jahr aufgestellten Streckenrekord von Yussuf Sangoka (2:08:52) knacken.

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Rekord für das Familienalbum

Ulrike Dreißigacker war bei den Frauen nicht zu schlagen. Foto: Fettback

Ulrike Dreißigacker war bei den Frauen nicht zu schlagen. Foto: Fettback

Nun ist es ja nicht in jedem Fall so, dass ein Rekord auch wirklich ein Rekord sein muss. Auch wenn er als solcher in einer Liste geführt wird – wie nach dem 3. April, als der 1. Maschsee-Rekordlauf gerade Geschichte war. Seitdem dürfen sich Hannes Bergmann, der für den TSV Kirchdorf startet, und Ulrike Dreißigacker von Hannover 96, die gefühlt zum 333. Mal allen anderen Frauen enteilte, obwohl ihr noch die Landesmeisterschaft über zehn Kilometer vom Vortag und die Stadtstaffel in den Knochen steckten, für ein Jahr im Besitz der neuen Bestmarke wähnen. Bergmann hatte wohl nicht von ungefähr ein gelbes Leibchen angezogen: Die Farbe symbolisiert in so mancher Sportart die Führungsrolle, und auch nach dem jungen Mann war im Ziel am Nordufer des Stadtsees von einem ernsthaften Verfolger lange nichts zu sehen, sodass er die letzten Meter so richtig auskosten konnte: den Sieg vor Augen mit einem Dauerlächeln im Gesicht.

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DLV macht Seniorensportler wieder älter

Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Der Deutsche Leichtathletikverband (DLV) veröffentlichte Ende Februar auf seiner Homepage eine Nachricht, die im Trubel der nationalen Hallen-Titelkämpfe unterging. Dabei birgt das, was unter der Überschrift „Seniorensport künftig ab M/W 40“ ausgeführt wird, erheblichen Sprengstoff: Der DLV-Verbandsrat hat mehrheitlich beschlossen, ab dem Jahr 2012 den Seniorensport bei den Alterklassen M/W40 beginnen zu lassen. Seniorenvertreter des Leichtathletikverbandes sprechen von einer „Katastrophe“, und im Verbandsforum entlädt sich die Wut vieler Seniorensportler.

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Wenn Läufer zu Bastlern werden

In Bad Salzuflen kann man sich sein eigenes Rennen basteln. Foto: Stephan Fabig

In Bad Salzuflen kann man sich sein eigenes Rennen basteln. Foto: Stephan Fabig

Nun ist es ja durchaus so, dass man ein Ziel auch dann erreichen kann, wenn man sich, ähnlich wie in einem Hamsterrad, immer nur im Kreis bewegt. Das wird in dieser Woche auch auf der weltgrößten Computerausstellung in Hannover in nahezu vorbildlicher Weise demonstriert – beim CeBIT Run. Ein bisschen was hat das auch von Hausfrauenmesse: immer rum um den Pudding, und das jeweils auf einer 3,5 Kilometer langen Runde vorbei an Ständen mit modernster Technik und einem Publikum, das nicht unbedingt Standard ist für jene Leute, die ansonsten an der Strecke stehen. Nach spätestens sechs Runden ist Schluss; wie oft jemand auf der Kreisbahn laufend unterwegs ist, kann spontan entschieden werden. Denn mehr als ein Halbmarathon ist in Hannover nicht drin, was nach einem langen Arbeitstag aber auch genug des Guten ist.

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Hannover trifft Hanover

Im Februar werden nicht nur die Tage merklich länger, sondern auch die Läufe, auf die man sich vor einem Marathon – zugegebenermaßen nicht ganz freiwillig und nicht stets voller Herzenslust – einlässt. Kommenden Sonnabend sind in meinem Fall erstmals in diesem Jahr 28 Kilometer am Stück fällig. Es wird nicht mehr lange dauern, bis die 30er-Marke überschritten ist und man sich so richtig ranpirscht an jene Streckenlänge, nach der sich die sportliche Planung für rund ein Vierteljahr ausrichtet und die den Alltag schon gehörig durcheinander bringen kann.

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Überraschungssieger beim Silvesterlauf in Hannover

Philip Champignon (Mitte) siegt vor Florian Reichert (rechts) und Timo Kuhlmann (links) beim Maschsee-Silvesterlauf in Hannover. Foto: dpa

Eigentlich ist auch in diesem Jahr wieder alles beim Alten geblieben: Am 31. Dezember rennen ein paar Tausend Hannoveraner, Umländer, Niedersachsen und Weithergereiste beim Silvesterlauf um Hannovers Maschsee – und am Ende gewinnen immer die Kirchdorfer. Zumindest in puncto Vereinsfarben stimmt es wieder einmal, in der Siegerliste steht diesmal aber ein Läufer, den vermutlich nur Eingeweihte auf der Rechnung hatten: Philip Champignon.

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Warum Gebrselassie nicht in Hannover läuft

Haile Gebrselassie beim Internationalen Silvesterlauf in Trier 2009. (c) dpa

Haile Gebrselassie beim Internationalen Silvesterlauf in Trier 2009. (c) dpa

Wenn es am 17. April auf der großen Schleife quer durch Wien geht, wird das Feld der Halbmarathon-Läufer wahrscheinlich so groß sein wie nie zuvor. Denn die Organisatoren der größten Sportveranstaltung in Österreich sind auf eine unschlagbare Idee gekommen: Sie haben kurz vor Weihnachten Haile Gebrselassie verpflichtet. Der erfolgreichste Langstreckenläufer der Welt als Zugpferd: Da werden sie in Wien Augen machen auf und an der Strecke! Denn einiges spricht dafür, dass es der letzte Auftritt des Äthiopiers in Europa sein wird, ehe er sich bei den Olympischen Spielen in London 2012 ein für alle Mal von der großen Bühne verabschiedet.

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