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„Laufpass“ 2017: Es geht wieder los

Die Zahlen sind beeindruckend: 53.096 Sportler haben im vergangenen Jahr an den 40 „Laufpass“-Wertungsläufen teilgenommen, so viele wie nie zuvor. Auch wenn es keine offizielle Statistik gibt: Die Laufserie, die von der Region Hannover und der Sparkasse unterstützt wird, bleibt damit die wohl größte ihrer Art in Deutschland.

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„Weniger macht mehr Spaß“

Mike Asche trainiert mit der HAZ-Gruppe für den Hannover-Marathon. Foto: Katrin Kutter

Mike Asche trainiert mit der HAZ-Gruppe für den Hannover-Marathon. Foto: Katrin Kutter

Wer zu Mike Asche will, der kommt ins Schwitzen. Bis zum vierten Stock, wo der Steuerberater sein Büro hat, sind es 104 Treppenstufen. Ungeübten, die auf den Fahrstuhl verzichten, treibt das den Schweiß auf die Stirn. Für Asche, 40 Jahre alt und seit einem Jahr in der hannoverschen Südstadt zu Hause, ist es ein willkommenes Zusatzprogramm zum wöchentlichen Lauftraining. Und eine Erinnerung daran, wie alles begann. Damals, vor rund 15 Jahren und mit mehr als 100 Kilogramm Körpergewicht. „Beim Treppensteigen ist mir die Luft weggeblieben“, berichtet er. „Ich war total kurzatmig und körperlich ganz schlecht drauf.“ Irgendwann sei der Punkt gekommen, zu sich selbst zu sagen: „Das willst du mit Mitte zwanzig eigentlich nicht.“

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„Zusammen trainiert es sich besser“

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Herr Pingpank, an diesem Sonnabend startet die HAZ-Vorbereitungsgruppe, in der sich Freizeitläufer im Vorfeld des Hannover-Marathons zusammenfinden, in ihre neunte Saison. Machen Sie als Trainer dieses Mal etwas anders als in früheren Jahren?
Es wird noch mehr Wert gelegt auf sogenannte Kraftkomponenten, also auf Kraftausdauer- und Ausgleichstraining. Es geht also nicht nur ums Laufen, wozu sich die Gruppe regelmäßig sonnabends trifft. Zum Beispiel am Tag danach Schwimmen gehen, das ist eine gute alternative Möglichkeit. Schon beim vorigen Mal war das Teil des Programms, das die Läuferinnen und Läufer als Richtschnur in die Hand bekommen haben. Man braucht dazu keine Geräte, es geht letztlich um ein Mehr an Beweglichkeit, die im Alter nachlässt. Das Ganze hat sich bewährt.

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Eilenriederennen und City-Lauf: Erst rennen, dann genießen (Ranking 21 und 22)

Start des Zehn-Kilometer-Laufs in Garbsen. (Foto: Stephan Fabig)

Start des Zehn-Kilometer-Laufs in Garbsen. (Foto: Stephan Fabig)

Es gehört viel Überwindung dazu, an so einem Wochenende die Laufschuhe anzuziehen und sich bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke ins Wettkampfgetümmel zu stürzen. Erst recht dann, wenn man auf dem Weg zum Start einen gut besuchten Biergarten wie den am Lister Turm passieren muss oder den Berenbosteler See vor Augen hat – um den es auch noch mehrere Runden zu drehen gilt.

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Hannover-Marathon: Bereit für die nächsten Rekorde

Anna (links) und Lisa Hahner mit Lusapho April. Foto: Petrow

Anna (links) und Lisa Hahner mit Lusapho April. Foto: Petrow

Es  war eines der am häufigsten gebrauchten Wörter auf der abschließenden Pressekonferenz. Zwei Tage, bevor es ernst wird auf Hannovers Straßen, war immer wieder von Rekorden die Rede. Einen haben die Veranstalter mit 20 196 Startzusagen schon im Sack; da kann kommen, was will. Bis Sonntag, wenn die Meldeschalter schließen, wird sich diese Zahl sogar noch erhöhen. „Wir kratzen an der Schwelle zu 21 000“, hat Marathon-Chefin Stefanie Eichel 48 Stunden vorher prognostiziert. Das hätte sie sich vor einigen Wochen nicht träumen lassen.

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Neue Allianzen beim Hannover-Marathon

Lars Lehnhoff, Jan Raphael, Stefanie Eichel und Markus Pingpank. Foto: Eichels Event

Lars Lehnhoff, Jan Raphael, Stefanie Eichel und Markus Pingpank. Foto: Eichels Event

Ohne Nacht- und-Nebel-Aktion läuft auch dieses Mal nichts. Was dabei herausgekommen ist, wird am 31. März in aller Herrgottsfrühe auf 42 Kilometer Länge zu sehen sein. Dann ist sie auf Pflaster und Asphalt gemalt – die blaue Linie, der ideale Wegweiser für Tausende von Läufern beim 26. Hannover-Marathon. Wer sich danach richtet, der legt mit großer Garantie keinen Meter zu viel zurück. Wichtig ist das speziell für diejenigen, die beim Laufen ihre Uhr am Handgelenk im Blick haben und eine neue Bestzeit anstreben. Da gilt es nichts zu verschenken, jede Sekunde kann am Ende wichtig sein.

Die Malaktion, die am 30. März nach dem Dunkelwerden gegen 22 Uhr am Neuen Rathaus startet und rund fünf Stunden dauern wird, rückt ein Ereignis in den Fokus, das in Hannover durchaus für kontroverse Meinungen sorgt. Die einen können den 10. April kaum erwarten, weil sie dann beim größten Breitensportereignis in Niedersachsen aktiv dabei sein werden. Die anderen, erklärtermaßen dem Laufen weniger zugewandt, schimpfen alle Jahre wieder über Beeinträchtigungen, weil Straßen eine Zeit lang gesperrt oder die Straßenbahnen voller sind als an anderen Sonntagen. Doch würde nicht etwas fehlen, wenn Hannover eine marathonfreie Zone wäre? Die Stadt hat es schon schwer genug, dem vor Jahrzehnten selbst erklärten Anspruch einer Sportstadt gerecht zu werden, was nicht allein mit den derzeit gebeutelten 96-Bundesligafußballern zu tun hat.

Gut, dass das Marathon-Wochenende derart mobil macht, dass bei den Anmeldungen erneut die 20 000er-Marke genommen werden könnte. Beim Kinderlauf, dem sportlichen Farbtupfer am Sonnabend, werden die Startplätze bereits knapp. Sich sputen ist auch bei den Großen angesagt. Etwa bei den Handballern der TSV Hannover-Burgdorf, die sich beim Marathon-Staffelwettbewerb zurückmelden und für die es in der Bundesliga ausgesprochen gut läuft. Linksaußen Lars Lehnhoff hat für das „Recken“-Sextett bereits eine Zeit „unter 3:30 Stunden“ als Ziel ausgegeben; jetzt muss noch die Bestbesetzung gefunden werden.

Deutlich schneller wollen es andere hannoversche Sportler angehen lassen. Die erste Staffel von Hannover Athletics als Titelverteidiger will nach nicht einmal 2:15 Stunden im Ziel sein. Und das ohne Vereinschef Markus Pingpank, der sein eigenes Ding plant: eine Zweierstaffel zusammen mit dem früheren 5000-Meter-Olympiasieger Dieter Baumann. Im Gegensatz zu kürzeren Distanzen haben beide beim Marathon nie wirklich etwas reißen können – jetzt machen sie halbe-halbe, und das mit ordentlichen Erfolgsaussichten. Um die 2:28 Stunden dürfte die Uhr am Friedrichswall für die beiden Senioren anzeigen; Baumann könnte so zusammen mit Anna Hahner über den Zielstrich laufen, der Favoritin im Frauenwettbewerb.

Und auch das gibt es nicht alle Tage: ein Ironman-Sieger als Begleitläufer über die 42 Kilometer. Jan Raphael, Profitriathlet aus Hemmingen, wird am 10. April – ausgerüstet mit einem großen gelben Luftballon – auf Kurs 2:59 Stunden gehen. Für ihn ist das eher ein Trainingslauf; die Gruppe um ihn herum, die schon jetzt viel Zuspruch hat, wird sich dafür ins Zeug legen müssen. „Relativ entspannt“ dürfte das für ihn werden, sagt Raphael vor seinem ersten Marathon ohne Ironman-Startnummer. Am 10. April weiß auch er, wie es ist, immer der blauen Linie zu folgen.

Der Bothfelder Wasserlauf

Da werden Cross-Gefühle wach: Die Schuhe können nach dem Rennen eine Frischekur vertragen. Foto: Fettback.

Da werden Cross-Gefühle wach: Die Schuhe können nach dem Rennen eine Frischekur vertragen. Foto: Fettback.

Das Wetter, bei dem man normalerweise keinen Hund vor die Tür jagt, hat auch den Norden von Hannover voll im Griff. Seit Stunden regnet es ohne Unterlass, böiger Wind treibt auf der Bezirkssportanlage an der Carl-Loges-Straße seinen Schabernack. „So schlimm wie dieses Mal hat uns das Wetter noch nicht mitgespielt“, sagt Sabine Meier. Sie ist Mitglied des TuS Bothfeld, der fürchten muss, dass ihm an diesem Sonntag beim 8. Waldlauf die Felle davonschwimmen.

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Aus Eritrea in den Lönspark

Haftom Weldaj mit seinem Mentor Thomas Ruminski vom SVE Hiddestorf. Foto: Behrens

Haftom Weldaj mit seinem Mentor Thomas Ruminski vom SVE Hiddestorf. Foto: Behrens

An einem Tag wie diesem war Corinna Haberkorn-Schütte schnell bei der Sache. „Als ich am Morgen aus dem Fenster schaute und mir der Herbst sein schönstes Gesicht zeigte, habe ich mir gesagt: Jetzt fährst du zum Laufen zum Lönspark.“ Drei Stunden später stand die Hannoveranerin am Start zum 10-Kilometer-Lauf, neben manch anderem Kurzentschlossenen, was die Zahl der Läufer allein in diesem Rennen über Stock, Steine und Pfützen noch über die 400er-Marke katapultierte.

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HAZ-Laufgruppe: Höhenmeter für den Marathon

Die HAZ-Laufgruppe am Lindener Berg. Foto: Philipp von Ditfurth

Die HAZ-Laufgruppe am Lindener Berg. Foto: Philipp von Ditfurth

Es ist nass, kalt und grau – nur die knallbunten Laufjacken setzen ein paar Farbpunkte in den trüben Herbsttag. Und dann sind da noch diese Steigungen. Um kurz nach halb zehn wird an diesem Vormittag so manchem Läufer klar, dass die kommenden Monate wohl doch kein Spaziergang werden. Für bremsende Gedanken ist aber kein Platz. „Los geht’s“, ruft Markus Pingpank und schickt seine Schützlinge auf die Runde.

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