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Neue Allianzen beim Hannover-Marathon

Lars Lehnhoff, Jan Raphael, Stefanie Eichel und Markus Pingpank. Foto: Eichels Event

Lars Lehnhoff, Jan Raphael, Stefanie Eichel und Markus Pingpank. Foto: Eichels Event

Ohne Nacht- und-Nebel-Aktion läuft auch dieses Mal nichts. Was dabei herausgekommen ist, wird am 31. März in aller Herrgottsfrühe auf 42 Kilometer Länge zu sehen sein. Dann ist sie auf Pflaster und Asphalt gemalt – die blaue Linie, der ideale Wegweiser für Tausende von Läufern beim 26. Hannover-Marathon. Wer sich danach richtet, der legt mit großer Garantie keinen Meter zu viel zurück. Wichtig ist das speziell für diejenigen, die beim Laufen ihre Uhr am Handgelenk im Blick haben und eine neue Bestzeit anstreben. Da gilt es nichts zu verschenken, jede Sekunde kann am Ende wichtig sein.

Die Malaktion, die am 30. März nach dem Dunkelwerden gegen 22 Uhr am Neuen Rathaus startet und rund fünf Stunden dauern wird, rückt ein Ereignis in den Fokus, das in Hannover durchaus für kontroverse Meinungen sorgt. Die einen können den 10. April kaum erwarten, weil sie dann beim größten Breitensportereignis in Niedersachsen aktiv dabei sein werden. Die anderen, erklärtermaßen dem Laufen weniger zugewandt, schimpfen alle Jahre wieder über Beeinträchtigungen, weil Straßen eine Zeit lang gesperrt oder die Straßenbahnen voller sind als an anderen Sonntagen. Doch würde nicht etwas fehlen, wenn Hannover eine marathonfreie Zone wäre? Die Stadt hat es schon schwer genug, dem vor Jahrzehnten selbst erklärten Anspruch einer Sportstadt gerecht zu werden, was nicht allein mit den derzeit gebeutelten 96-Bundesligafußballern zu tun hat.

Gut, dass das Marathon-Wochenende derart mobil macht, dass bei den Anmeldungen erneut die 20 000er-Marke genommen werden könnte. Beim Kinderlauf, dem sportlichen Farbtupfer am Sonnabend, werden die Startplätze bereits knapp. Sich sputen ist auch bei den Großen angesagt. Etwa bei den Handballern der TSV Hannover-Burgdorf, die sich beim Marathon-Staffelwettbewerb zurückmelden und für die es in der Bundesliga ausgesprochen gut läuft. Linksaußen Lars Lehnhoff hat für das „Recken“-Sextett bereits eine Zeit „unter 3:30 Stunden“ als Ziel ausgegeben; jetzt muss noch die Bestbesetzung gefunden werden.

Deutlich schneller wollen es andere hannoversche Sportler angehen lassen. Die erste Staffel von Hannover Athletics als Titelverteidiger will nach nicht einmal 2:15 Stunden im Ziel sein. Und das ohne Vereinschef Markus Pingpank, der sein eigenes Ding plant: eine Zweierstaffel zusammen mit dem früheren 5000-Meter-Olympiasieger Dieter Baumann. Im Gegensatz zu kürzeren Distanzen haben beide beim Marathon nie wirklich etwas reißen können – jetzt machen sie halbe-halbe, und das mit ordentlichen Erfolgsaussichten. Um die 2:28 Stunden dürfte die Uhr am Friedrichswall für die beiden Senioren anzeigen; Baumann könnte so zusammen mit Anna Hahner über den Zielstrich laufen, der Favoritin im Frauenwettbewerb.

Und auch das gibt es nicht alle Tage: ein Ironman-Sieger als Begleitläufer über die 42 Kilometer. Jan Raphael, Profitriathlet aus Hemmingen, wird am 10. April – ausgerüstet mit einem großen gelben Luftballon – auf Kurs 2:59 Stunden gehen. Für ihn ist das eher ein Trainingslauf; die Gruppe um ihn herum, die schon jetzt viel Zuspruch hat, wird sich dafür ins Zeug legen müssen. „Relativ entspannt“ dürfte das für ihn werden, sagt Raphael vor seinem ersten Marathon ohne Ironman-Startnummer. Am 10. April weiß auch er, wie es ist, immer der blauen Linie zu folgen.

Der Bothfelder Wasserlauf

Da werden Cross-Gefühle wach: Die Schuhe können nach dem Rennen eine Frischekur vertragen. Foto: Fettback.

Da werden Cross-Gefühle wach: Die Schuhe können nach dem Rennen eine Frischekur vertragen. Foto: Fettback.

Das Wetter, bei dem man normalerweise keinen Hund vor die Tür jagt, hat auch den Norden von Hannover voll im Griff. Seit Stunden regnet es ohne Unterlass, böiger Wind treibt auf der Bezirkssportanlage an der Carl-Loges-Straße seinen Schabernack. „So schlimm wie dieses Mal hat uns das Wetter noch nicht mitgespielt“, sagt Sabine Meier. Sie ist Mitglied des TuS Bothfeld, der fürchten muss, dass ihm an diesem Sonntag beim 8. Waldlauf die Felle davonschwimmen.

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Aus Eritrea in den Lönspark

Haftom Weldaj mit seinem Mentor Thomas Ruminski vom SVE Hiddestorf. Foto: Behrens

Haftom Weldaj mit seinem Mentor Thomas Ruminski vom SVE Hiddestorf. Foto: Behrens

An einem Tag wie diesem war Corinna Haberkorn-Schütte schnell bei der Sache. „Als ich am Morgen aus dem Fenster schaute und mir der Herbst sein schönstes Gesicht zeigte, habe ich mir gesagt: Jetzt fährst du zum Laufen zum Lönspark.“ Drei Stunden später stand die Hannoveranerin am Start zum 10-Kilometer-Lauf, neben manch anderem Kurzentschlossenen, was die Zahl der Läufer allein in diesem Rennen über Stock, Steine und Pfützen noch über die 400er-Marke katapultierte.

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HAZ-Laufgruppe: Höhenmeter für den Marathon

Die HAZ-Laufgruppe am Lindener Berg. Foto: Philipp von Ditfurth

Die HAZ-Laufgruppe am Lindener Berg. Foto: Philipp von Ditfurth

Es ist nass, kalt und grau – nur die knallbunten Laufjacken setzen ein paar Farbpunkte in den trüben Herbsttag. Und dann sind da noch diese Steigungen. Um kurz nach halb zehn wird an diesem Vormittag so manchem Läufer klar, dass die kommenden Monate wohl doch kein Spaziergang werden. Für bremsende Gedanken ist aber kein Platz. „Los geht’s“, ruft Markus Pingpank und schickt seine Schützlinge auf die Runde.

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„Laufpass“: Doppelt hält besser

Der Startschuss für den Vier-Kilometer-Lauf. Foto: Bismark

Der Startschuss für den Vier-Kilometer-Lauf. Foto: Antje Bismark

Diesmal also die Zuschauerrolle. Trotz Doppelstarts: Beim 14. Abend-City-Lauf ist Christian Wiese leer ausgegangen. Jedenfalls in Bezug auf Punkte für das „Laufpass“-Ranking. Was ihn nach seinem Sieg über 2 Kilometer und gleich danach Platz 4 über 4 Kilometer aber nicht weiter störte: „Eine neue Erfahrung“ sei es gewesen, sagte er, am Streckenrand zu stehen und den anderen beim Rennen über 10 Kilometer zuzusehen, sonst Wieses Paradestrecke.

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Laufpass: Jäger meldet sich zurück

Rene Jäger vom Garbsener SC hat sich den Sieg gesichert. Foto: Grätz

Rene Jäger vom Garbsener SC hat sich den Sieg gesichert. Foto: Grätz

Da war doch mal was? Ob sich René Jäger daran erinnert hat, dass sein letzter Sieg beim City-Lauf in Garbsen ja schon fünf Jahre und damit eine halbe Ewigkeit zurückliegt, als er sich kurzfristig zum Start entschloss, sei dahingestellt. Jedenfalls hat sich der 33-Jährige so zurückgemeldet, wie sich das für einen früheren zweifachen Sieger und den Abteilungsleiter des ausrichtenden Garbsener SC gehört: mit einem neuerlichen Erfolg in ungefährdeter Manier.

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Ein dunkler Schatten

Der Startschuss zum 16. Behördenmarathon am Maschsee.

Der Startschuss zum 16. Behördenmarathon am Maschsee. Foto: Fettback

Von der dunklen Wolke, die am Nachmittag unverhofft über den Maschsee zog und einen großen Schatten warf, bekamen nur die wenigsten der 1638 Läufer etwas mit. Ein Teilnehmer am 16. Niedersächsischen Behördenmarathon war auf der sechs Kilometer langen Runde zusammengebrochen und trotz umgehender Reanimationsversuche wenig später im Krankenhaus an Herz- und Kreislaufversagen gestorben. So eine Nachricht macht sprachlos und sorgt für Entsetzen. Und stets geht die Frage damit einher: Wie konnte das passieren?

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Es geht nicht nur um Ranking-Punkte

Sportliche Familie: Die Wendes beim Hannover-Marathon 2015 – Patrick (2.v.r.), Lisa, Carola, Phillip, Robin und Frederic (daneben, v.r.). Foto: M.P.

Sportliche Familie: Die Wendes beim Hannover-Marathon 2015 – Patrick (2.v.r.), Lisa, Carola, Robin, Phillip und Frederic (daneben, v.r.). Foto: M.P.

Gewiss: Dass die Laufstrecke gleich vor der Haustür liegt, ist eine besondere Verlockung. Doch das ist es nicht allein, warum die Wendes beim 8. Gehrdener Burgberglauf als Familie an den Start gegangen sind. Sonst würde ihnen einfach etwas fehlen.

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