Gwendolyn Mewes läuft auch im Urlaub auf Bornholm. Foto: privat

Bothfelder entdecken Bornholm

Nun ist es nicht so, dass zum Sommerurlaub auf einer Ostseeinsel ausschließlich Bikini oder Badehose ins Reisegepäck gehören, wenn es sportlich zugehen soll. Gwendolyn Mewes und Jörg Kleinholz-Mewes aus Hannover haben bei ihrem Abstecher nach Bornholm auf ihre Laufsachen nicht verzichtet. Ohne diese wären es für das Lehrerehepaar auch keine richtigen Ferien. Immer schön in Bewegung bleiben, am besten fünf Tage am Stück – wie vom 25. bis 29. Juli bei der „Etape Bornholm“, dem wohl abwechslungsreichsten Volkslauf in ganz Dänemark. Sand, Wald, Berge, flaches Gelände – auf der östlichsten Insel des Landes fehlt nichts davon. „Ein tolles Event“, sagt Gwendolyn Mewes, die sich am Ende der insgesamt 42,1 Kilometer nach 2:48 Stunden über den siebten Platz in der Frauenwertung freuen konnte.

 

Ehemann Jörg war in der Addition der fünf Etappen in 2:38 Stunden 35. und nicht minder zufrieden mit sich und dem Erlebten. Vor allem der vierte Abschnitt wirkt nach in der Erinnerung. Zum Ende der 8,5 Tageskilometer ging es hinauf zum Leuchtturm von Hammeren. Bei den beiden Hannoveranern kamen Gefühle wie bei der Tour de France auf. „Der Schlussanstieg glich L’Alpe d’Huez. Auf der Straße Schriftzüge der dänischen und schwedischen Elite. Am Rand der Serpentinen standen die Zuschauer in mehreren Reihen. Ein Traum“, schwärmt Jörg Kleinholz-Mewes. „Schade nur, dass man das nach acht Kilometern auf und ab nur noch eingeschränkt genießen konnte.“

Gwendolyn Mewes und Jörg Kleinholz-Mewes aus Hannover sind fünf Etappen gelaufen. Foto: privat

Gwendolyn Mewes und Jörg Kleinholz-Mewes aus Hannover. Foto: privat

Richtig rund lief es für die Bothfelder zum Abschluss. Auf den flachen zehn Kilometern bis nach Rönne fehlten beiden nicht viel, um ihre Saisonbestleistung zu toppen. Gwendolyn Mewes war nach 38:36 Minuten im Ziel, Jörg in 36:23. So lässt man einen sportlich geprägten Urlaub auf einer Ferieninsel gern ausklingen.

Es bleibt bei einmal Silber für Bley

Alexander Bley (Startnummer 57) auf dem Weg ins Ziel .

Alexander Bley (Startnummer 57) auf dem Weg ins Ziel .

Der Ärger über den um knapp dreiZehntelsekunden verpassten Sieg war schnell verflogen. „Die Freude über meine erste WM-Medaille ist riesig“, sagte Alexander Bley. Der 25 Jahre alte Mittelstreckler von Hannover Athletics war bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft der Gehörlosen in Stara Zagora (Bulgarien) über 1500 Meter in 3:54,38 Minuten als Zweiter ins Ziel gekommen. Schneller war nur der Japaner Yuya Morimitsu (3:54,11), der auf den letzten Metern seine Spurtqualitäten ausspielte und noch an Bley vorbeizog. Der Hannoveraner wiederum gab dem Weißrussen Aliaksandr Charniak (3:54,54) knapp das Nachsehen.

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„Laufpass“: Familie verleiht Flügel

Christian Wiese (vorne) und Christian Schlamelcher (beide Hannover Athletics). Foto: Fettback

Christian Wiese (vorne) und Christian Schlamelcher (beide Hannover Athletics). Foto: Fettback

Man kann nicht alles haben. Einer wie Christian Wiese, weiß gut, wie er mit diesem Zwiespalt umgehen muss. Er muss den Spagat finden zwischen Sport und Familie – und er kriegt das auf die Reihe, ohne hier oder da große Abstriche machen zu müssen. Beim Eilenriede-Straßenlauf des VfL Eintracht Hannover konnte sich der 34-Jährige die Urkunde für den 3. Platz abholen – zeitgleich war er mit seinem Vereinskollegen Christian Schlamelcher (beide Hannover Athletics) in 33:48 Minuten ins Ziel gelaufen. Am Sieger, dem Holzmindener Jan Kaschura (33:37), war diesmal kein Vorbeikommen.

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Stille auf der Tartanbahn

Alexander Bley beim 1500-Meter-Rennen in Osterode, wo er 3:53,29 Minuten lief.

Alexander Bley beim 1500-Meter-Rennen in Osterode, das er nach 3:53,29 Minuten beendete.

Diese Stille! Dabei machen die Zuschauer im Stadion so viel Krach, dass andere sich die Ohren zuhalten möchten. Ein Szenario, auf das sich Alexander Bley immer wieder einstellen muss. Auch in den nächsten Tagen: Vom 25. Juni bis 3. Juli treffen sich im bulgarischen Stara Zagora Leichtathleten zu ihrer Weltmeisterschaft. Es ist das Championat der Gehörlosen. Und für Bley, den schnellen Mittelstreckler aus Hannover, eine besondere Herausforderung.

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